Leben

Evas Corona-Alltag

Evas Corona Alltag.

Was bisher geschah: Der Corona-Frühling und –Sommer zu viert in der Dreizimmerwohnung waren nicht so schlimm wie befürchtet. Aber wir wollten uns einfach nicht mehr stapeln. Was, wenn der nächste Lockdown kommt? Also haben wir kurzerhand eine größere Wohnung mit Garten gekauft. Und so sind wir nach der recht entspannten Corona-Zeit doch noch zu ultimativ viel Stress gekommen. Es ist unfassbar, wie viel Zeug man in 74 Quadratmeter und einen kleinen Keller stopfen kann. Wir haben uns nun einigermassen in der neuen Wohnung ausgebreitet und leben den neuen Corona-Alltag jetzt von hier aus.

Und so war unsere Woche 47/2020

Ein verwirrter Tag

Montag: Ich muss wieder einkaufen, die Milch für Babys Abendbrei ist leer. Da ich wegen dieser leicht vergänglichen Zutat alle paar Tage in den Supermarkt muss, verzichte ich momentan ja auf Hamsterkäufe, ja sogar auf Einkaufslisten! Ich handle wie zu meinen unorganisiertesten Zeiten und kaufe, was mir so im Hirn herumwabert. Am Ende fehlt die Hälfte und die andere Hälfte war überflüssig. Aber mir fehlen momentan vor allem Zeit und Energie, um mir weitere Gedanken darüber zu machen.

Am Nachmittag machen mein Mutter, die Kinder und ich einen Spaziergang über die Felder bei uns in der Nähe. Wir verpassen die richtige Abzweigung, wandern daher querfeldein und sind zum Glück wieder auf dem rechten Weg, als der Regen losgeht. Da es nach einem sonnigen Novembertag aussah, habe ich weder eine Regenjacke noch ein Regenverdeck für den Kinderwagen dabei. Leider habe ich am Vormittag im Supermarkt auch kein Duschzeug gekauft, das ich mir bei dieser natürlichen Spontandusche in die Haare schmieren könnte.

Corona kommt näher – jedenfalls gefühlt

Dienstag: Zwei Corona-Fälle in der Verwandtschaft! Es fühlt sich an, als käme das Virus immer näher. Dabei ist der eine Fall hunderte Kilometer entfernt von mir und der andere sogar auf einem anderen Kontinent. Ich plane eine Frühstücksverabredung fürs Wochenende mit Freunden um. Wir werden uns nun auf einem Spielplatz draußen treffen.

Heute bin ich immerhin auch auf zwei Spielplätzen. Für mich ist das momentan sowas wie eine Corona-freie Zone. Meine Vierjährige spielt ungeniert mit irgendwelchen Kindern und ich unterhalte mich mit irgendwelchen Erwachsenen. Ist natürlich Quatsch, dass das alles extrem unbedenklich ist. Aber sonst ist mir ja nichts mehr geblieben. Also: Cluster-Tagebuch: Dienstag war Spielplatz-Tag!

Symptomtag

Mittwoch: Ich habe ein wenig Kopfschmerzen, leichtes Halskratzen und fühle mich insgesamt etwas matschig. Das Haus verlasse ich nur kurz, um das Baby in den Schlaf zu spazieren. Dabei trage ich eine fast schon Jahrzehnte alte Jogginghose, ein T-Shirt, das die Waschmaschine schon viel zu lange nicht gesehen hat, und habe ungekämmte Haare, weil ich zwar seit 6:15 Uhr wach bin, aber nur von einem To-Do-Punkt zum nächsten gehüpft bin. Als ich so aus der Tür gehe, ruft mir mein Mann mitleidig lächelnd zu: „Vorsicht, Crazy cat lady geht mit dem Baby spazieren!“

Mir geht’s besser! Ab zum Arzt!

Donnerstag: Mir geht es schon wieder viel besser. Also ab zum Arzt. Das Baby muss geimpft werden – und die Vierjährige fragt am Frühstückstisch: „Gegen Corona?“ Schön wärs. Aber Masern, Mumps und Röteln will man ja auch nicht unbedingt bekommen. Das Baby sollte also froh über die Spritzen sein. Stattdessen ist es sauer auf den Arzt. Nach dem Impfen gehen wir noch in den grössten Supermarkt unseres Ortes und kaufen allerlei Zeug, das uns in den Einkaufswagen fällt. Ich setze das Baby vorn in den Kindersitz. Es ist glücklich und schlabbert den Wagen ab. Ich sollte mal schnell mein Cluster-Tagebuch hervor holen.

Alles für die Arbeit

Freitag: Ich spaziere über eine Stunde lang mit einem Interviewpartner den Rhein entlang. Zwischen uns halte ich das Diktiergerät. Wir haben sicher keine 1,5 Meter zwischen uns. Das Gespräch ist spannend, ich werde ein tolles Wortprotokoll daraus schreiben. Mein Gesprächspartner hustet ab und zu leicht. Bestimmt nur ein Frosch im Hals… Für die Arbeit wage ich mich also ins Begegnungs-Abenteuer, aber privat sage ich ungefähr alles ab. Meine Work-Life-Balance hat eindeutig eine Schlagseite!

Als ich am Nachmittag im Schlaf-/Arbeitszimmer sitze und vor mich hin schreibe, versuche ich, das Kindergeschrei und die genervten Töne aus dem Mund des Mannes zu ignorieren. Aber die Jammertöne reißen mich dann doch aus meiner Arbeitshöhle. Ich werde halt überall gebraucht!

Ich hatte eine Risikobegegnung

Wochenende: Breaking News: Mir wird zum ersten Mal jemals eine Risikobegegnung in meiner Corona-Warn-App angezeigt. Es ist zwar nur eine mit geringem Risiko, aber ich fühle mich gleich schon mal kränkelnder als zuvor. Allerdings schiebe ich jedes Bedenken schnell zur Seite, denn mit den lieben Kleinen, die um mich herumwuseln, habe ich für Hypochondrismus (ist das ein Wort?) überhaupt keine Zeit.

Am Samstagmorgen hole ich die Rückbildungsyoga-Stunde per Videoaufzeichnung nach, an der ich am Freitagmorgen nicht teilnehmen konnte. Die letzten 20 Minuten Entspannung lasse ich aus. Das Baby zerrt an meinem Bein und die Vierjährige hängt über meinem Gesicht. Wer braucht schon Entspannung, wenn man auch Anspannung haben kann?

Am Nachmittag gehen wir mit Freunden auf einen Spielplatz in der Schweiz. Dort darf man jetzt nichts mehr essen wegen Corona. Ich füttere das Baby heimlich und verbiete der Älteren ihren Snack. Am Sonntag gehen wir auf einen anderen Schweizer Spielplatz. Da dürfen alle essen. Am Nachmittag gehen wir an einem deutschen Spielplatz vorbei. Da müssen Eltern seit diesem Wochenende Maske tragen. Ich hoffe, ich verwechsle die Regeln zukünftig nicht ständig.

Und so war unsere Woche 46/2020

Eins, zwo, Risiko!

Montag: Heute mal wieder kein Kindergarten. Keine Sorge, es lag nicht an Corona. Wir hatten einen Arzttermin in Basel mit der Vierjährigen. Keine Sorge, sie ist nicht krank. Alles reine Routine.

Es würde mir ja momentan nie in den Sinn kommen, den Bus nach Basel zu nehmen. Viel zu gefährlich! Überall Viren! Mit dem Fahrrad ist das leider eine gefühlte Marathonstrecke geworden, seit wir umgezogen sind. Vor dem Umzug hätte ich für den Weg 25 Minuten eingeplant, jetzt sind es eher 50. Dazu kommen noch zwei geschlagene Stunden in der Klinik, immer wieder mit anderen Menschen in einem nicht durchlüfteten Raum. Hey, Christian Drosten, das kommt sowas von in mein Cluster-Tagebuch!

Als die Vierjährige auf dem Rückweg noch bei einem Spielplatz in Basel Halt machen wollte, war mir das weitere Risiko dann auch egal. Spielplatz Solitudepark kommt also auch mit rein ins Cluster-Tagebuch. Wobei der nicht besonders überfüllt war. Da war es am Nachmittag auf dem Spielplatz gegenüber unserer Wohnung weitaus kuschliger. Ich notiere: Kapellenbachspielplatz! Eins, zwo, Risiko: Ich habe mich heute immer mal gefühlt wie in einem Wimmelbuch.

Mein Baby wird groß

Dienstag: Mein Baby wird groß! Das macht mich unendlich froh – und unendlich traurig zugleich. Ich war heute mit meinem Baby im Supermarkt. Da ich keine Lust hatte, den Fahrradanhänger umzubauen und mit in den Laden zu nehmen, habe ich die Kleine in den Sitz im Einkaufswagen gesetzt. Und siehe da: Das neuneinhalb Monate junge Kindchen sitzt darin, freut sich wie Bolle und erkundet den Wagen mit ihrer dritten Hand: auch Mund genannt. Das muss gleich mal ins Corona-Cluster-Tagebuch!

Am Nachmittag war ich mit beiden Kindern auf dem Spielplatz, wo das Baby zum ersten Mal jemals in der Kleinkindschaukel saß und dabei ein nie dagewesenes Glücksgefühl verspürt hat. Jedenfalls hat sie gejauchzt als hätte sie gerade im Lotto gewonnen. Wo ist die Zeit nur hin?

Weshalb ich ein E-Bike haben will

Mittwoch: Heute musste ich mit der Großen zur Logopädie. Die Parkplatzsituation in Lörrach ist leider einigermaßen frustrierend und wir haben in Parkhäusern für knappe zwei Stunden bisher jeweils fünf Euro lassen müssen. Also bin ich heute extra früh aufgestanden und habe beide Kinder in den Fahrradanhänger gepackt. Die 12 Kilometer sollte ich doch wohl mit dem Doppelanhänger und 25 Kilogramm Kindergewicht plus Wickeltasche und Reiseproviant problemlos schaffen, oder?

Und so war es dann wirklich: Die Kinder haben um die Wette geschrien, ich habe gestrampelt, innerlich geflucht und bin meine Finanzen durchgegangen, um irgendeine Möglichkeit zu schaffen, mir so schnell wie möglich ein E-Bike zu kaufen.

Etwa auf halber Strecke habe ich dann gemerkt, dass der Fahrradanhänger einen Platten hat. Zum Glück sind wir an der Bahnstrecke entlang geradelt. So konnten wir die letzten zwei Stationen mit dem Zug fahren: Schlappe 5 Euro für mein Ticket und das Fahrradticket. Na toll! Da hätte ich auch das Auto parken können. Direkt neben dem Bahnhof gibt es zum Glück einen Fahrradladen. Nach anfänglichem Gegrummel haben die Mitarbeiter dort den Schlauch sofort für mich ausgetauscht. Kostenpunkt: 19,95 Euro. Aber immerhin habe ich mich heute ordentlich bewegt. Das stärkt doch das Immunsystem, oder?

Angelas Worte hallen nach

Donnerstag: Ich radle zu dem örtlichen Feinkostladen, um einen Geschenkkorb für meine Mutter zusammen zu stellen. Sie hat mir ja unendlich viel bei den grausam schrecklichen Putzarbeiten in der alten Wohnung geholfen. Dann habe ich noch eine Karte dazu geschrieben und jede Menge Dankesworte rausgehauen. Meine Mutter wollte mich umarmen, als ich ihr das Geschenk überreicht habe. Aber Angela Merkel hatte doch mal gesagt, dass man in diesem Jahr Zuneigung zeigt, indem man Abstand hält. Wir haben also unsere Sektgläser sich berühren lassen und einander zugelächelt. Feel the love 2020!

Unsere Weingläser dürfen einander nah kommen

Freitag: Social distance Yoga am Morgen und social Kürbis-Tarte-Essen am Abend: Wegen der Kontaktbeschränkungen müssen wir das Rückbildungsyoga wieder per Zoom machen. Das klappt zum Glück gut, aber es fühlt sich doch eine Spur zu einsam an. Dafür kommen meine Eltern am Abend zum Essen zu uns. Die Kinder sind nah dran an Oma und Opa, wir Erwachsenen beschränken uns darauf, unsere Weingläser zum Prosten einander berühren zu lassen. So viel Nähe muss sein!

Ich: Mutter mit Fehlern

Wochenende: Ich brauche mal Zeit für mich. Ohne Kinder. Ohne Verpflichtungen. Ohne „Mama, Mama, Mama“. Aber man kann ja nicht alles haben. Also gehe ich mit den Kindern auf den Spielplatz, hoffe, dass die Ältere dort jemanden zum Spielen und die Kleine schnell in den Schlaf findet. Der Spielplatz ist zunächst menschenleer. Das Baby schläft zum Glück bald ein, aber Ruhe habe ich dadurch nicht. Die Vierjährige belagert mich.

Ich soll Seifenblasen machen und mit in den Sandkasten kommen. Ich fühle mich hingegen wie der grummelige Petersson an einem verregneten Tag: Ich habe keine Lust. Ich will meine Ruhe. Ich will nicht spielen. Schon gar nicht im Sandkasten. Und auch nicht mit den klebrigen Seifenblasen. Am Ende finde ich mich doch irgendwie im Sandkasten wieder und schaufle mit halbem Herzen ein Loch, das leider viel zu klein ist, um mich darin zu verbuddeln.

Plötzlich kommt ein Elternpaar mit einem Kleinkind auf den Spielplatz. Beide strahlen wie die aufgehende Sonne und tüddeln um ihren Sohnemann herum. Irgendwann höre ich ihr Jauchzen, ihre Freudenrufe und sehe ausgestreckte Mama-Arme und stolze Papa-Hände, die ein Handy halten, um ein Video zu drehen. Schnell steckt er das Gerät wieder in die Hosentasche. Speicher voll! Natürlich. Was passiert ist? Das gerade mal zehn Monate alte Kind hat seine ersten Schritte allein gemacht. Ich lasse mich von der Freude anstecken, lächle ein ehrliches Lächeln zu ihnen herüber und gratuliere.

Schnell kommen sie näher und beginnen bald, mit meiner Vierjährigen zu spielen: Die beiden Erwachsenen buddeln mit ihr im Sand, spielen Fangen und Verstecken mit meiner Tochter und erfüllen ihr jeden Spielewunsch. Ich fühle mich wie ein minderwertiges, in einer Billigfabrik mangelhaft zusammengeschraubtes Elternexemplar.

Als die andere Mama mit meiner Tochter Figuren aus Sandförmchen kippt, bricht immer irgendwo ein wenig Sand ab. Total perfekt liegt nur die Förmchenfigur am Rand des Sandkastens, die meine Tochter zuvor allein gemacht hat. Es sei ja normal, dass die Figuren nicht ganz formschön werden, sage ich. So perfekt wie diese eine wurde sowieso noch nie eine.

„Noch nie!“, sagen die beiden anderen Eltern und lachen. Und sie fügen hinzu: Am besten sage man wie in einer „guten Beziehung“ ständig Worte wie „nie“ und „immer“! „Immer machst du jenes!“, sagt die Mutter mit ironischem Unterton. „Und nie machst du das!“, ergänzt der Vater und lacht. Mich aus? Keine Ahnung. Ich will mich in dem Loch verbuddeln, das ich zuvor im Sandkasten gegraben habe. Wann werden eigentlich die Spielplätze wieder geschlossen? Social distance ist doch eigentlich gar nicht so schlimm.

Und so war unsere Woche 45/2020:

Doch keine Sozialphobie

Montag: Der Kindergarten ist noch bis einschließlich Donnerstag wegen Corona geschlossen. Also ist heute sowas von Kinder-Tag. Wir gehen am Vormittag auf den Spielplatz direkt gegenüber unserer neuen Wohnung, wo die Vierjährige mit zwei Kindern spielt. Das andere Mädchen läuft auf einmal zu seiner Mutter und bekommt etwas zu trinken. Meine Tochter will auch. Aber wir haben nichts dabei. Aus dem Augenwinkel sehe ich drei, vier Momente später, wie mein Kind an der Trinkflasche des Mädchens nippt! Ich schlage innerlich mit der flachen Hand gegen meine Stirn. Immer und immer wieder.

Das Gute an dieser Situation: Meine Tochter hat von der ersten Corona-Welle doch keine lang anhaltende Sozialphobie davongetragen. Das Schlechte: Wir befinden uns mitten in der zweiten Welle. Die andere Mutter geht schließlich dazwischen, fragt mich, ob ich einen Becher dabei habe, in den sie meiner Tochter Wasser gießen kann – und versichert mir, es sei kein Problem, wenn meine Tochter das Wasser trinken möchte. Sie und ihre Kinder seien seit eineinhalb Wochen quasi in Quarantäne. Sie schicke ihre Sprösslinge momentan nicht in den Kindergarten. Zu riskant. Ich lächle, halte ein Gefäß für das Wasser hin und traue mich nicht zu erzählen, dass wir nur gezwungenermaßen vormittags auf dem Spielplatz sind, weil der gesamte Kindergarten meiner Tochter vorübergehend wegen Corona schließen musste.

Corona light

Dienstag: Es gibt zwar wettertechnisch noch keinen Grund, auf Winterreifen umzusteigen, aber Anfang November ist das trotzdem mal an der Zeit, denke ich. Also habe ich das Auto heute in die Werkstatt gebracht. Als ich es während des Lockdowns im Frühjahr schon mal hinbringen musste, war danach das Lenkrad in Frischhaltefolie gewickelt, genau wie der Schaltknüppel. Höchste Hygienestufe! Dieses Mal nichts davon. Auch ok.

Danach habe ich beim Bürgerbüro angerufen. Ich brauche eine erweiterte Meldebescheinigung und wollte einen Termin ausmachen, um sie abzuholen. Denn wegen Corona konnten wir im September nach unserem Umzug nicht zu den regulären Öffnungszeiten ins Bürgerbüro spazieren. Wir mussten einen Termin ausmachen. Und nun sagt mir die Mitarbeiterin am Telefon: „Kommen Sie einfach zu den Öffnungszeiten vorbei.“ Darauf ich: „Trotz Corona? Muss ich keinen Termin mehr ausmachen?“ Ich konnte ihren ratlosen Blick geradezu vor mir sehen, als sie mir sagte, dass sie es selbst auch nicht verstehe. Aber es sei jetzt genau so.

Von der Logopädie zum Topfschlagen

Mittwoch: Heute hat die Vierjährige wieder ihren Logopädie-Termin. Mund- und Zungenübungen stehen auf dem Programm – und das natürlich ohne Mundschutz. Logopäden haben heutzutage echt einen Risikojob! Warum hat da eigentlich noch niemand drüber berichtet? Am Nachmittag spielt das Kind mit dem Papa Topfschlagen, das Baby jammert und meckert derweil, ich sitze im Schlaf-/Arbeitszimmer, versuche, das akustische Chaos aus dem Wohnzimmer zu ignorieren und arbeite vor mich hin.

Ab ins Messie-Zimmer

Donnerstag: Die Vierjährige ist ab 10.30 bis 18 Uhr bei Oma und Opa. Das ist ja fast besser als ein geöffneter Kindergarten! Und was mache ich? Arbeiten, während das Baby schläft und in der Wohnung rumwurschteln, während es wach ist. Diese Woche vernachlässige ich meinen Putzeifer ziemlich. Dafür wage ich mich ins Messie-Zimmer, das seit unserem Umzug voller Kisten steht. Es ist ein Dschungel aus halbwegs unbrauchbarem, aber auch irgendwie unverzichtbarem Krimskrams. Dinge, die ihren Platz noch nicht gefunden haben und ihn in manchen Fällen vielleicht sogar nie finden werden. Ich helfe ihnen ja so gut es geht bei der Suche nach ihrer neuen Heimat, in der sie vollstauben können. Aber ich bin ja auch neu hier! Woher soll ich wissen, wo sie hingehören?

Wehmuts-Yoga

Freitag: Mein Rückbildungs-Yoga findet heute zum ersten Mal wieder per Zoom statt, da der Mini-Lockdown im November das persönliche Yoga nicht erlaubt. Dadurch spare ich mir den Hin- und Rückweg, aber leider auch die persönliche Begegnung. Ich habe ja ungefähr alles abgesagt in letzter Zeit: Ein Treffen mit einer Freundin am Bodensee, einen Nähkurs an der Volkshochschule, der sogar stattfinden darf und noch einiges mehr. Aber beim Yoga bin ich wirklich extrem wehmütig.

Es gibt noch freie Intensivbetten

Wochenende: „Hoch die Hände, Wochenende!“ schreit die Vierjährige so laut sie kann und läuft mit erhobenen Armen durchs Wohnzimmer. Sie darf am Samstag ihre Patentante draußen auf dem Spielplatz treffen. Am Sonntag lässt sie mit Oma und Opa Drachen steigen. Outdoor-Sorglosigkeit in Corona-Zeiten!

Der Mann und ich pendeln zwischen Kinderbetreuung, Freizeit und Arbeit. Am Sonntag kommen wir endlich mal zu einer kleinen Fahrradtour zu zweit. Sie führt uns an eine Dorfbäckerei. Wir kaufen uns je einen Latte Macchiato – ich glaube, das ist mein erstes coffee to go Getränk seit Monaten – und ein Stück Kuchen und stellen uns an einen Stehtisch vor der Bäckerei in die Kälte. Hier frieren wir zwar, fühlen uns aber sicher. Auf einem anderen Tisch sehen wir eine Zeitung, die titelt, es gebe noch freie Intensivbetten im Kreiskrankenhaus.

Und so war unsere Woche 44/2020:

Ein letztes Mal in der alten Wohnung

Montag: Am Vormittag ist meine Mutter zu uns nach Hause gekommen. Während mein Mann und ich endlich mal zwei Bilder aufgehängt haben, hat sie Küche und Flur gewischt. Sie hat dabei schwer verständliche Dinge gesagt wie: „Putzen ist eine sinnerfüllende Tätigkeit.“ Ich schwanke zwischen Bewunderung und dem innigen Wunsch, sie zu schütteln und panisch zu rufen: „Wer bist du? Und was hast du mit meiner Mutter gemacht?“

Am Nachmittag habe ich mit den Kindern die allerletzten Dinge aus der alten Wohnung geholt. Die Vierjährige ist noch einmal durch die leere Wohnung getapst. Noch ein letztes Mal zu Hause sein! Ein paar Momente lang sah sie etwas nachdenklich aus. Dann aber sagte sie: „Die neue Wohnung ist besser.“ Puh, Glück gehabt!

Doch keine Wohnungsübergabe

Dienstag: Die Wohnungsübergabe fällt aus. Die zuständige Frau kann nicht kommen. Ich soll die Schlüssel einfach in einen Briefkasten werfen. So viel also zu meinem Putzmarathon. Ob sie in Quarantäne ist, weil sie den Termin nicht einfach um zwei Tage oder so verschoben hat? Keine Ahnung. Ich habe auch keinen Nerv, darüber nachzudenken. Stattdessen muss ich den Logopädie-Termin der Vierjährigen absagen. Alle Kinder aus ihrem Kindergarten sollen morgen zu Hause bleiben. Jemand hat Corona. Das Virus-Gespenst kommt näher.

Ich hoffe, wir werden morgen einen schönen Tag Zuhause haben. Der heutige fing voller Stress und Gemecker meinerseits an. Ich habe mich selbst echt angewidert – und mir vorgenommen, ab jetzt eine ganze meckerfreie Woche einzulegen. Tag 1 verlief ab dem meckerfreien Nachmittag erstaunlich gut. Immer freundlich bleiben, egal, wie sehr die Kleinen nerven. Ich bin locker, ich bin entspannt, ich will meine Ruhe, ich bekomme sie nicht, ist doch egal, ich bin locker, ich bin entspannt, ich will fünf Minuten für mich, bekomme ich nicht, ist doch egal, ich bin locker. Gute Nacht!

Der Kindergarten schließt

Mittwoch: Der Kindergarten hat heute wegen eines Corona-Falls komplett geschlossen. Ich bin total Zen, stehe auf, sporte vor mich hin, während die ganze Familie um mich herum wuselt und bleibe immer scheiße freundlich, egal, was passiert. Ommmmmm. Am Vormittag backen die Vierjährige und ich einen Apple Pie, während das Baby schläft. Das Kind hilft gerne und isst am Ende nichts. Es will lieber Schokokuchen. Zum Glück bin ich total Zen. Um 13.30 dann die Wachablösung. „Jetzt darf Mama arbeiten“, sagt die Große dem Papa, der ein bisschen widerwillig aus dem Arbeits-/Schlafzimmer heraus trottet.

Am Abend gibt es endlich Neuigkeiten vom Kindergarten: Wir müssen nicht in Quarantäne, aber dafür so viele Mitarbeiterinnen, dass die Gruppe meiner Tochter trotzdem geschlossen ist. Der Corona-Alltag, über den ich hier schreiben wollte, kommt dem Ausnahmezustand so langsam wieder gefährlich nahe.

Ich bereite mich schon mal auf den Ernstfall vor und bereite den Abendbrei fürs Baby nicht mit Kuhmilch zu, sondern pumpe Muttermilch ab. Wer weiß, wann wir in Quarantäne müssen und nicht mehr einkaufen können. Besser übe ich schon mal für den Ernstfall. Das Baby ist neidisch auf die Pumpe und will unbedingt an der noch freien Brust trinken, während die elektrische Pumpe an der anderen Brust saugt.

Der Muttermilchbrei wird ganz schön flüssig, obwohl ich dieselbe Menge an Breipulver benutze wie immer. Google verrät mir, dass das an den Enzymen in der Muttermilch liegen könnte, die den Brei quasi vorverdauen. Das gebe ich hier mal unüberprüft weiter und kann nur hoffen, dass ich trotz dieser Nullrecherche richtig liege und euch nichts Falsches erzähle.

Zweite Welle, neue Bedingungen

Donnerstag: Ich kaufe neue Kuhmilch für den Babybrei. Zwar habe ich auch heute mal wieder ein bisschen Milch abgepumpt, aber den Plan dann doch verworfen, daraus super flüssigen Enzym-Brei zu machen.

Da ich immer die mega Öko 3,8 Prozent Fett Milch aus der Glasflasche kaufe, pasteurisiert, nicht homogenisiert, werde ich weiterhin alle fünf Tage in den Supermarkt gehen. Denn sehr viel länger ist sie nicht haltbar. Es lohnt sich also nicht, einen Hamsterkauf zu machen.

Während das Baby am Vormittag schläft, darf die Vierjährige Sendung mit der Maus und danach noch Peppa Wutz schauen, bis das Baby aufwacht. Zur selben Zeit arbeite ich. In der ersten Welle war ich ja noch vor allem Mutti in Elternzeit. Jetzt, in der zweiten Welle, probiere ich mal das Modell Freiberuflichkeit mit Kindern aus. Man muss ja überall mitreden können.

Und weil ich letzte Woche so übermäßig viel putzen musste, mache ich heute gleich mal weiter und putze das Badezimmer, das in der neuen Wohnung noch nie einen Schwamm in unseren Händen gesehen hat. Ich habe keine Lust, darüber zu reden.

Wir sagen Treffen ab

Freitag: Der Kindergarten ist nach wie vor Corona-bedingt geschlossen. Also putze ich am Vormittag das Bad weiter, während die Vierjährige spielt, sie sei Elsa, und das Baby vor sich hin meckert. Anschließend fahren wir zum Bauernladen unserer Wahl und kaufen Äpfel als gäbe es kein Morgen. Unsere Frühstücksverabredung für den nächsten Tag sagen wir ab. The times they are too risky…

Drei unheimliche Gestalten vor meiner Tür

Wochenende: Happy Halloween! Bei mir haben ja bis jetzt noch nie an diesem eingewanderten Feiertag Kinder geklingelt und um Süßigkeiten gebeten. Aber ausgerechnet in diesem Jahr tun sie es. Hatte die Familienministerin nicht angemerkt, dass das im Corona-Jahr keine gute Idee sei? Da standen sie also: Drei Zombies, Hexen oder was weiß ich. Sie posaunten: „Süßes, sonst gibt’s Saures.“

Ich dann also total panisch in die Küche. „Ich muss mal schauen, ich komme gleich wieder“, rief ich in Richtung Tür, kramte zwischen den Vorräten, fand nur Babykekse ohne Zucker, war mir sicher, dass ich dafür erst recht ein faules Ei im Briefkasten finden würde – und kam resigniert zurück zur Tür. „Wir haben überhaupt keine Süßigkeiten“, gab ich zu und schaute betreten zu Boden. „Ist schon gut“, sagte eines der Mädchen und lächelte mich zuckersüß an.

Ebenfalls am Wochenende kommt mir auf dem Gehweg ein Mann um die 60 Jahre entgegen. Er stellt sich in eine Hauseinfahrt, lächelt mir zu und signalisiert mir mit einer Handbewegung, dass ich vorbeigehen kann. „Dankeschön“, sage ich lächelnd. „Das war keine Höflichkeit“, entgegnet er. „Sondern pure Angst.“ Immerhin schmunzelt er dabei ein wenig.

Und so war unsere Woche 43/2020:

Ein Eva-Kadaver

Montag: Ich muss wieder putzen in der alten Wohnung. Ich mag nicht mehr. Habt ihr schon mal die Rillen in den Fensterrahmen geputzt? Habt ihr überhaupt schon mal da reingeschaut? Wusstet ihr, dass es da drin eigentlich weiß ist und nicht braunschwarz mit Fliegenkadavern garniert? Und wusstet ihr, dass die Fenstersimse draussen vor den Fenstern eigentlich strahlend weiss glänzeln und nicht dreckbraun gesprenkelt sind? Nein? Ich auch nicht. Bis jetzt. Meine Hände wissen das übrigens auch. Sie sind jetzt trocken, aufgerissen und blutrot besprenkelt mit einem Eva-Kadaver, der an ihnen hängt.

Am Nachmittag war ich mit den beiden Kleinen auf dem Spielplatz, der direkt gegenüber unserer neuen Wohnung liegt. Es war herrlich normal. Noch tummeln sich die Kinder da, wie sie wollen.

Ich schrubbe vor mich hin

Dienstag: Neuer Tag, alte Wohnung. Ich schrubbe eineinhalb Stunden lang vor mich hin, während das Baby schläft. Am Ende sieht alles mehr oder weniger aus wie vorher. Ich lache. Humor ist jetzt das einzige, was mir noch bleibt. Mit dem schreienden Baby im Auto fahre ich zum Supermarkt, um alle Schwämme, Putzhandschuhe und so weiter aufzukaufen, die vorrätig sind.

Am Nachmittag hätte die Vierjährige eigentlich Kinderturnen. Da es ausfällt, gehen wir auf den Spielplatz. Sie spielt mit einem Jungen aus dem Kindergarten, der in der anderen Gruppe ist. Im Kindergarten ist es den Kindern der verschiedenen Gruppen seit dieser Woche wegen Corona verboten, miteinander zu spielen. Ich frage mich, ob das auch für den Nachmittag auf dem Spielplatz gilt.

Ein romantisches Putz-Date

Mittwoch: Ratet mal, wo ich heute war! Richtig: In der alten Wohnung. Ich habe geschrubbt, geschrubbt und nochmals geschrubbt. Mein Mann war dabei. Es war ein geradezu schönes Putzdate. Wir haben in der letzten Zeit viel zu wenig Zeit füreinander. Da hat der gemeinsame Putztag richtig gut getan. Jetzt bin ich allerdings extremst fertig. Und ratet mal, was ich morgen vorhabe! Genau: Ab in die alte Wohnung…

Schrubben, wischen, putzen

Donnerstag: Während mein Landkreis die 50er-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz knackt, bin ich mit meiner Mutter in meiner alten Wohnung. Ratet mal, was wir machen? Genau: schrubben, wischen, putzen. Gebt den Viren keine Chance! Zum ersten Mal seit Wochen schöpfe ich Mut. Ich glaube, wir werden vor der Übergabe am kommenden Dienstag wirklich fertig. Müde sinke ich am Ende des Tages in meiner mittlerweile durch Untätigkeit völlig verdreckten neuen Wohnung ins Sofa.

Mein freier Nachmittag: Zeit zum Putzen

Freitag: Ich habe einen kinderfreien Nachmittag. Und wozu nutze ich ihn wohl? Zwei Worte: Alte Wohnung. Ein Verb: Putzen. Ich bin froh, als der Tag abgehakt ist. Und die Putzerei ist es auch fast.

Ausgeputzt

Wochenende: Hoch die Hände, Putz-Ende! Am Samstag haben mein Mann und ich den Feinschliff gemacht und jetzt finden wir: Sie ist bereit für die Übergabe. Am Dienstag ist es soweit. Ich hoffe, dann ist das Kapitel problemlos abgehakt. Während der letzten Putzarbeiten war unsere Vierjährige bei einer Freundin. Wir haben sie dort nicht einfach nur abgeholt. Nein, wir sind noch auf Kaffee und Kuchen hineingegangen. Ich habe ja bereits fast alle privaten Treffen abgesagt. Aber dieser soziale Kontakt tut der ganzen Familie gut. Wir Eltern verstehen uns alle prächtig und die Kinder auch. Wann gibt es so was schon mal? Ich bin gespannt, wie lange mir bei dieser zweiten Welle die letzten sozialen Kontakte noch bleiben.

Am Sonntag machen wir einen Ausflug in den Wald. Das haben wir seit Monaten nicht mehr getan. Aber es ist schließlich wieder Corona-Zeit. Und Waldspaziergänge gehören irgendwie dazu. Das dachten sich auch haufenweise andere Familien. Kurz vorher habe ich im Corona-Podcast mit Christian Drosten gehört, dass man in einem Cluster-Tagebuch notieren soll, wo und wann man vielen Menschen begegnet ist und sich dabei etwas mulmig gefühlt hat. Also dann: Sonntag, 25. Oktober 2020, 12 bis 15 Uhr: Walderlebnispfad Kandern. Übrigens ein wunderschöner Ort. Da müsst ihr unbedingt mal hin!

Und so war unsere Woche 42/2020:

Montag: Mein zweiter Friseurtermin im Corona-Jahr: Beim ersten Mal hat die Friseurin mir noch erlaubt, am Ende kurz die Maske abzunehmen, damit ich meine Friese auch mal ohne begutachten kann. Diesmal war davon keine Rede mehr. Aber mal ehrlich: Die Haare müssen beim Ausflug in die Öffentlichkeit sowieso vor allem zur Maske passen. Zuhause isses eh egal: Ich bin Mutti und hab nicht mal Zeit, in den Spiegel zu schauen.

Am Nachmittag backe ich einen Kuchen mit Kind 1. Der Grund: Der Mann ist in letzter Zeit viel zu oft zum Bäcker gegangen, um Kuchenschnitten zu besorgen. Aber der Zwangs-Geiz im absoluten Corona-Ausnahmezustand hat für ungewöhnlich volle Geldbörsen gesorgt. Das will ich nicht sofort wieder aufgeben. Also backen wir jetzt mal selber. Das Resultat: Ein Marmorkuchen, der nur nach Schokolade aussieht und schmeckt wie ein Fass Butter in Schoko getunkt. Wär ich mal zum Bäcker gegangen. Das Kind ist immerhin höchst zufrieden.

Dienstag: Nach dem Kindergarten ist Kinderturnen. Es hatte im Frühjahr und Sommer eine sehr lange Corona-bedingte Pause gegeben. Und jetzt müssen die Kinder allein in die Halle. Eltern verboten. Ich genieße die Freiheit – und für das Kind ist sowieso irgendwie alles okay, was mit Corona begründet wird. Höchste Zeit, mir noch ein paar andere Vorteile auszudenken: „Schlafenszeit ab jetzt eine Stunde früher – wegen Corona! Mein Kind, ab sofort räumst du jeden Tag die Spülmaschine aus, das ist halt wegen Corona nötig. Und überhaupt: Bring mir mal ein Glas Wein, ich kann gerade nicht vom Sofa aufstehen. Wegen Corona.“ Mal sehen, wann sie Verdacht schöpft…

Mittwoch: Seit vergangener Woche haben wir mittwochvormittags immer Logopädie mit unserer lispelnden Vierjährigen. Heute Morgen fiel das aus. Die Logopädin ist erkältet. Ob sie ohne Corona die Arbeit trotzdem durchgezogen hätte? Welche Konsequenzen müssen wir alle jetzt aus herbstlichen Erkältungskrankheiten ziehen? Ich bin ratlos. Das Kind ist zum Glück gesund und geht in den Kindergarten. Am Nachmittag habe ich kinderfrei und fahre zu unserer alten Dreizimmerwohnung, aus der wir Ende August ausgezogen sind. Ende Oktober müssen wir sie übergeben. Und ich könnte mich laufend übergeben, wenn ich an die viele Arbeit denke, die ich damit noch habe.

Donnerstag: Ich frühstücke bei einer Freundin. Wir umarmen uns natürlich nicht zur Begrüssung und ich wasche mir ungefähr dreimal die Hände. Währenddessen nimmt mein Baby jedes Spielzeug in den Mund, das es im Wohnzimmer finden kann.

Freitag: Ich habe freitagvormittags jetzt immer Rückbildungsyoga. Ein echter Kurs in einem echten Raum mit echten Menschen um mich herum. Yeah! Aber ein bisschen mulmig ist mir das in dieser Woche schon. In der kommenden Woche wollte eigentlich eine ehemalige Arbeitskollegin zu mir kommen, um mir mit der alten Wohnung zu helfen. Aber sie lebt in Zürich. Und der Kanton steht momentan auf der Quarantäne Liste von Deutschland. Zum Glück habe ich keine Zeit, mich zu ärgern. Ich muss in die alte Wohnung…

Wochenende: Am Samstag habe ich einen Termin in Aarau. In der Schweiz! Ich arbeite jetzt wieder freiberuflich und besuche als Journalistin eine Chorprobe in Corona-Zeiten. 50 Personen sitzen um mich herum und singen. Immerhin haben sie Masken auf. Ob ich verrückt bin? Vielleicht. Am selben Tag sage ich drei private Termine ab, die ich für die nächsten zwei Wochen ausgemacht hatte. Es geht wieder los…

Evas Corona-Alltag
4.6 (92%) 5 Stimmen

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1 Comment

  • Reply
    Leidensgenossin
    31. Oktober 2020 at 18:57

    Das Friseur Erlebnis teile ich mit dir – bloß dass ich wegen einer akuten Krankheit noch nicht zum Termin geschafft habe. Die Ironie: es ist nicht einmal etwas Ansteckendes. Ich habe mir beim Kind & Einkauf die Treppe hoch tragen den Rücken verrenkt!

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