Leben

Freunde finden: Tipps für einsame Erwachsene

Freunde finden wird immer schwerer je älter man wird. Warum nur?

Ich will mehr Freunde finden!

Wie man im Erwachsenenalter Bekanntschaften schließt. Ein unerwartet harter Selbstversuch.

Ich dachte ja immer, ich finde überall, jederzeit und vor allem super schnell Freunde. Meine Lebenserfahrung sprach lange Zeit für diese steile These: Meine Eltern haben mich in meiner Kindheit und Jugend ungefähr alle fünf Jahre quer durch die Republik an einen neuen Wohnort verschleppt.

Immer wieder neue Bundesländer, seltsame Dialekte, das Heimweh nach dem alten Wohnort – nichts konnte verhindern, dass ich mich schnell eingelebt und rasend schnell eine neue Traube Freunde um mich herum hatte.

Freunde im Überfluss

Nach dem Abi bin ich zum ersten Mal selbstbestimmt weit weggezogen. Und auch an meinem Studienort hatte ich Freunde im Überfluss. Ich sag’s euch: Irgendwann war es geradezu nervig, dass ich ständig allerlei Freunde und Bekannte getroffen habe, sobald ich meine Wohnung verlassen habe – in der natürlich ebenfalls ständig nette Menschen zu Gast waren.

Was habe ich Leute verachtet, die ihr Heimatdorf nie verlassen haben, die jeden Tag mit ihren Kindergartenfreunden verbringen, die sagen, dass sie halt Familienmenschen sind und deshalb bloß nicht zu weit weg von Mama und Papa wohnen wollen, um zu studieren.

Ekelhaft, so eine Bequemlichkeit, dachte ich mir, packte nach dem Hochschulabschluss schon wieder meine sieben Sachen und zog von dannen, um zuerst eine Zeit im Ausland zu verbringen und dann meine erste Arbeitsstelle anzutreten.

Und dann? Nichts! Niemand! Nicht nur tagelang, nein: Wochenlang, monatelang, ich gebe es zu: Jahrelang war Ebbe in meiner Freundestatistik. Bei der Arbeit: Nur Kollegen, die ungefähr 30 Jahre älter waren als ich. Und zu Hause: Eine winzige Einzimmerwohnung, die ich mir nur mit einer Hausspinne und ein paar Wollmäusen teilte.

Sei verflucht, Schicksal!

Ich weinte, tobte, zürnte, verfluchte das Schicksal und wünschte mir nichts sehnlicher als ein Dorf, in dem ich immer schon gelebt hätte. Mit Freunden, die ich schon im Krankenhaus direkt nach meiner Geburt kennengelernt hätte.

„You are not alone“ säuselte mir mein damaliger Freund und jetziger Ehemann damals mit hoher Michael Jackson Singstimme regelmäßig per Skype ins Ohr. Per Skype! Denn ja: Wir hatten eine Fernbeziehung. Auch das noch!

Niemand war für mich da. Niemand mochte mich, verstand mich, würde mich jemals mögen. Davon war ich überzeugt. Aber wie konnte es nur soweit kommen? Warum ist es so schwer, als Erwachsene neue Freunde zu finden?

Das ganze Thema ist kürzlich wieder in mir hochgekocht wie das Nudelwasser auf einer zu heißen Herdplatte. Der Grund: Meine acht Monate alte Tochter hat ein Buch geschenkt bekommen, das den schönen Titel trägt „Teddy findet einen Freund“.

Teddy haut aus dem Spielzeuggeschäft ab und will einen Freund finden. Er fragt Menschen in der Stadt, Tiere unter Wasser und Tiere im Park – und wird von allen einsilbig abgewiesen. Am Ende begegnet ihm ein anderer Teddy, der mit zombiehaftem Blick und ausgestreckten Armen auf ihn zugeht und fragt: „Willst du mein Freund sein?“ Was Teddy antwortet, bleibt unklar.

Fakt aber ist: Teddy muss extrem viele fiese Absagen ertragen, bevor seine Suche nach einem Freund erfolgreich ist. Ich habe eine ähnliche Odyssee rund ums Thema Freunde finden hinter mir.

Seit rund sechs Jahren wohne ich an meinem jetzigen Wohnort. Hier ist eine Checkliste meiner Bemühungen:

Freunde finden bei der Arbeit

Bei meiner ersten Arbeitsstelle war das eine schwierige Angelegenheit. Die Kollegen waren allesamt um die Mitte 50, ich hingegen noch keine 30. Klar, auch mit 50 kann man echt sympathisch sein. Stimmt wirklich, ich hab es erlebt! Aber recht schnell habe ich das Thema Freunde finden bei jener Arbeitsstelle aufgegeben.

Ich akzeptierte den Zustand also und war einfach nur froh, als ich wenigstens endlich kapiert hatte, wer wen siezt oder duzt. Ich: musste erstmal alle siezen, dann durfte ich einen duzen. Alle anderen: Duzten sich, aber zwei von ihnen siezten sich. Richtig kompliziert wurde es, wenn der Chef mal alle gleichzeitig ansprechen wollte!

Freunde finden in der Volkshochschule

Ein VHS Kurs! Nichts erschien mir naheliegender, um einen ganzen großen Haufen neue Freunde zu finden. Also meldete ich mich zum Spanischkurs an. Ich erinnere mich noch an eine extremst nervige Person im Kurs, die ich nicht mal zur Freundin hätte haben wollen, wenn der gesamte Rest der Menschheit ausgestorben wäre.

Dann waren da noch ein paar graue Schatten, deren Namen ich nicht mal mehr ansatzweise in Erinnerung habe – und eine nette Person, so alt wie ich und ebenfalls zugezogen und hungrig nach Freundschaft. Wir stürzten uns aufeinander wie die Fruchtfliegen auf den Biomüll.

Unermüdlich verabredeten wir uns und ignorierten dabei, dass wir zwei Obstfliegen mit unterschiedlichen Geschmäckern waren. Irgendwann zog sie weg. Seitdem haben wir uns weder geschrieben noch uns vermisst. War wohl nix! Nächster Versuch…

Freunde finden durchs gemeinsame Lernen

Spanisch lernen in der Volkshochschule hat leider beim Freunde finden nicht geholfen. Also habe ich zwei Versuche gestartet, nette Muttersprachler kennenzulernen, mit deren Hilfe ich mein Spanisch und sie ihr Deutsch aufbessern konnten. Was soll ich sagen?! Zweimal ein Volltreffer.

Leider spricht meine erste Sprachtandempartnerin mittlerweile so gut Deutsch, dass wir kein Spanisch mehr sprechen. Und die zweite ist auf dem besten Weg dahin. Aber hey, hier geht’s nicht um meine Sprachkenntnisse, sondern um Freundschaft! Somos amigas!

Freunde finden durchs Freunde Recycling

Ich bin in der glücklichen Situation, in dem Ort zu leben, in dem mein jüngerer Bruder seine letzten Schuljahre verbracht hat. Als meine Eltern mal wieder beschlossen hatten, umzuziehen, machte ich mich auf zur Uni und mein Bruder packte seine Kisten an meinem jetzigen Wohnort aus. Als ich hierher zog, war er längst selbst über alle Berge und hinterließ mir eine stattliche Reihe an Freunden, unter denen ich mich bedienen konnte.

Ein lustiger Haufen, richtig sympathische Menschen! Dachte ich mir jedes Mal, wenn ich mit ihnen Geburtstag oder Weihnachten oder sonstwas feierte. Und danach? Sahen wir uns wieder monatelang nicht, während derer ich mich aus Einsamkeit in den Schlaf weinte. Warum ich mich nicht öfter bei ihnen gemeldet habe? Ich weiß auch nicht. Ich mag sie alle total.

Aber so richtig ans Herz gewachsen sind mir diejenigen von ihnen, die ihren Heimatort schon seit langem verlassen haben, um in der weiten Welt mal von neuen Freunden umringt und mal einsam zu sein. Ich liebe euch, Tilla und Claudi!

Freunde finden durchs Nachfragen

„Wollen wir spielen?“ Boah, war es einfach als Kind, Freunde zu finden. Ein anderes Kind sieht nett aus? Nichts wie hin und sich anfreunden. Was für eine großartige Lebenseinstellung. Mir passiert es immer wieder, dass ich Menschen treffe, die ich absolut sympathisch finde. In meinem Kopf läuft dann die Frage Dauerschleife: „Willst du mein Freund sein?“ Ich habe sie noch nie gestellt.

Aber einmal war ich ganz nah dran! Meine Bankberaterin, das verrate ich euch jetzt einfach mal, ist mir ja so unfassbar sympathisch. Wenn sie mich wegen irgendwas berät, schwatzen wir gefühlt stundenlang über Gott und die Welt. Sie ist außerdem genauso alt wie ich. Ich glaube ja, wir sind dazu bestimmt, befreundet zu sein.

Okay, vielleicht hat sie in irgendeinem Lehrgang gelernt, wie sie sich immer auf der jeweiligen Wellenlänge ihrer Kunden bewegen kann – um ihnen dann möglichst viele Produkte anzudrehen. Falls das stimmt, ist sie noch nicht ganz am Ziel angelangt. Ich habe nach wie vor nur ein einfaches Girokonto.

Aber ich gehe trotzdem bei jeder Gelegenheit gerne zu ihr. Einmal habe ich all meinen Mut zusammengenommen und sie zu einer Thermomix Demonstration bei mir Zuhause eingeladen. Sie konnte leider nicht. Die anderen Eingeladenen auch nicht. Ich kochte mir also alleine etwas in meinem Thermomix, sah ein, dass das eine total lahme Veranstaltung ist und weinte mich danach in den Schlaf.

Freunde finden über den Nachwuchs

Okay, das ist ein etwas egoistischer Grund, ein Baby zu bekommen, aber ich kann guten Gewissens behaupten, dass meine Freundestatistik seitdem geradezu explodiert ist. Jedenfalls im Vergleich zu den miesen Werten der vergangenen Jahre.

Hey, meine Bankberaterin hat auch ein Baby bekommen! Ich sollte alle Krabbelgruppen der Region abklappern, bis ich ihr „zufällig“ begegne. Oder lieber doch nicht? Sonst könnte man schon wieder denken, ich sei eine Stalkerin.

Und? Freunde gefunden?

Sechs Jahre nach der großen Einsamkeit ziehe ich folgendes Fazit: Die Reise ins Land der Freundschaft ist hart, macht keinen Spaß und ist auch nach der Ankunft kein Selbstläufer. Noch bin ich nicht im Idealzustand angekommen. Ich habe mir mittlerweile zwar ein paar Freundschaften erkämpft, aber es sind allesamt isolierte Bekanntschaften. So ein richtiger Freundeskreis, das wär doch was Feines!

Bis jetzt habe ich mich noch kein einziges Mal getraut, nette Menschen zu meinem Geburtstag einzuladen – aus Angst, dass all die Einzelpersonen am Ende jeweils einzeln absagen und ich die Flasche Sekt alleine exen muss. Oder schlimmer: Dass nicht alle, sondern nur fast alle absagen.

Dann wären zwei oder drei Einzelpersonen da und würden sofort mein dunkles Geheimnis kennen: Ich habe keinen richtigen Freundeskreis, der meinen Ehrentag mit mir verbringen will. Ich bin einsam, allein, niemand hat mich lieb.

Und im Radio würde Michael Jackson zufällig singen „You are not alone“, ich würde weinen und mich danach aus Scham nie wieder bei den wenigen Freunden melden, die gekommen waren. Also wieder alleine Geburtstag feiern? Mal sehen.

Vielleicht kommen ja wenigstens meine Hausspinne und die Wollmäuse. Das sind wahre Freunde. Die verlassen mich nicht mal, wenn ich sie beschimpfe und zum Teufel jagen will. Wahrlich Rührend! Es stimmt also: I am not alone!

Und wie ergeht es euch? Vielleicht bin ich ja auch mit meinen Erfahrungen nicht allein! Ich freue mich über eure Kommentare.

Edit: Dieses Jahr, 2018, habe ich meinen Geburtstag mit Freunden gefeiert! Es kamen alle, die ich eingeladen habe und es war lustig, fröhlich und einfach schön. Vielleicht braucht man also im Erwachsenenalter einfach nur einen großen Haufen Geduld – und dann klappt es irgendwann von selbst mit den Freunden 🙂

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13 Comments

  • Reply
    Susanna
    16. August 2018 at 18:37

    Du sprichst mir aus der Seele… Mein Freundes“kreis“ besteht aus 3 Personen, davon lebt eine im Ausland…
    Ich würd‘ mir an sich nicht damit schwertun, Menschen anzusprechen oder kennenzulernen, aber etwas Erfüllendes daraus zu entwickeln kommt einer Doktorarbeit gleich, zumal ich leider bemerke, dass „frisch akquirierte Freundes-Neuankömmlinge“ bisweilen dann doch einfach nicht zu mir, meinen Werten etc. passen – und sich zu sehr zu verbiegen wär dann ja auch nicht gesund.
    Somit seh‘ ich mich einer Sisyphus-Arbeit gegenüber, ich geb‘ nicht auf, nach wie vor hoffe ich auf einen wirklichen Kreis an guten, herzlich-warmherzigen Freunden, auch wenn es derzeit noch nicht danach aussieht. Hope dies last…

  • Reply
    Martin
    7. August 2018 at 08:45

    Ich bin gerade zufällig über den Text gestolpert und muss sagen: er passt wie die Faust aufs Auge zu meiner Situation. Ganz ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht bei meinen (bislang überwiegend erfolglosen) Bemühungen, neue Freunde zu finden. Sogar den Weg mit dem Spanisch-Sprachkurs bin ich ebenso gegangen, wenn auch ohne nachhaltigen Erfolg was neue Freundschaften betrifft.
    Mein nächster Versuch wird ein Ehrenamt sein. Ich werde mich nach einem Ehrenamt umsehen, bei dem man hoffentlich ein paar nette Menschen kennenlernen kann. Nur nicht aufgeben, ist meine Devise. Zum Glück habe ich schon frühzeitig gelernt, mir mein Leben auch allein einigermaßen interessant zu gestalten: auch wenn ich allein bin kann ich dennoch reisen, ins Kino gehen, mir Museen und Ausstellungen ansehen, schön Essen gehen, und so weiter. Und wer weiß, vielleicht wirds ja doch noch irgendwann mal wieder anders…
    Viele Grüße vom Martin

    • Reply
      evamell
      7. August 2018 at 09:24

      Lieber Martin! Super, dass du optimistisch bleibst 🙂 Ein Ehrenamt ist sicher ein guter Weg! Sportverein könnte auch noch was sein. Es gibt also Möglichkeiten – und keinen Grund aufzugeben!

  • Reply
    Kris
    28. Juli 2018 at 22:29

    Du schreibst mir aus der Seele… Es ist verdammt schwer Freunde zu finden. Vielleicht braucht man einfach nur etwad mehr Geduld. Hat nicht so leicht wenn man sich einsam fühlt und sich nach Freunden sehnt…

    • Reply
      evamell
      31. Juli 2018 at 09:23

      Danke für deinen Kommentar! Bei mir zeigt sich mit der Zeit immer mehr, dass Geduld der Schlüssel ist. Und Zuversicht. Es gibt viele tolle Menschen 🙂 Und es gibt Freundschaften, die entstehen!

  • Reply
    Münchnerin
    26. Juli 2018 at 09:01

    Ich bin eine von diesen „älteren“ Münchnerinnen (55 Jahre), die Du beschrieben hast und ich habe – obwohl ich in München aufgewachsen bin – auch keine echten Freunde sondern wenn überhaupt nur oberflächliche Bekanntschaften. Das liegt vielleicht auch daran, dass sich die Bevölkerung in München hauptsächlich aus Familien bzw. Alleinstehenden mit Kindern oder sog. Zugroasten aus aller Herren Länder zusammensetzt. Die vielen Jobnomaden, die nur wochentags in München sind und das Wochenende „zu Hause“ in einem anderen Ort mit ihrere Familie verbringen, noch gar nicht eingerechnet. Als echte Münchnerin darf ich sagen, dass München weder Schicki-Micki noch spießig ist – spät abends (besonders in der kalten Jahreszeit) sind nach Geschäftsschluss die Strassen wie leer gefegt. Nur bei Massenveranstaltungen mit Kinderunterhaltung und vielen Fressbuden kommen die Menschen aus ihren Wohnungen, die mittlerweile alle aussehen wie betonierte Hasenställe. Schwabing ist ein langweiliges Viertel geworden, das nur noch in Erinnerungen an die gute alte Zeit schwelgt. Ich habe vor kurzem ein böses aber sehr passendes Statement über München gelesen „München ist eine Karriere- und Schlafstadt mit SUV-Stau und Burnout Visagen“. In so einem Klima können sich keine echten Freundschaften bilden. Nix für ungut……

    • Reply
      evamell
      26. Juli 2018 at 14:04

      Ich habe ja gar nicht über München geschrieben 😉 Aber das alles passt wohl überall…

  • Reply
    Julia
    28. Mai 2018 at 11:27

    Hallo ihr, ich habe auch so meine Probleme, damit Freunde zu finden. Ich bin leider selbst eher schüchtern und werden dann vorallem von Frauen schnell als arrogant oder eingebildet abgestempelt. Dabei weiß ich manchmal einfach wirklich nur nicht wie ich das Eis brechen soll :S ich hatte noch nie einen riesigen Freundskreis, aber gestern hat mich mein Freund darauf aufmerksam gemacht, das ich außer ihm und meiner Familie wirklich niemanden habe. Mein Problem ist jetzt aber eher, dass ich mir nicht wirklich sicher bin, ob mir das fehlt. Ich hab da nämlich bevor er etwas gesagt hat gar nicht drüber nach gedacht. Seitdem bin ich aber iwie wirklich traurig und frage mich jetzt natürlich was ich dagegen machen kann und soll 😀 es hat aber schon etwas geholfen, das Dilemma auszusprechen bzw. aufzuschreiben. Liebe Grüße Julia

    • Reply
      evamell
      30. Mai 2018 at 17:41

      Hallo Julia! Danke für deine Nachricht 🙂 Also ich finde immer, die Dinge sind gut, wenn man sich gut mit ihnen fühlt. Wenn dir nichts fehlt, warum solltest du dich dann schlecht fühlen? Lass dir von niemandem einreden, dass du anders leben solltest 🙂

  • Reply
    Lily
    26. Februar 2018 at 01:35

    Hey,
    Bei mir ist das jetzt NOCH nicht der Fall. Aber ich bin 19, werde bald mein Abitur haben und merke jetzt schon wie die „Freundschaften“ bröckeln. Und ich will mich auch nie aufdrängen, weswegen ich sie auch mehr oder weniger „bröckeln lasse“. Ich denke, dass mir eine ähnliche Situation wie deiner bevorsteht und habe ziemlich Angst davor… Nach der Schulzeit werden alle meine Freunde eigene Wege gehen und ich interessiere glaube ich eher keinen. Ich will in ein oder zwei Jahren studieren und hoffe wirklich sehr auf Freundschaften dort! Ich versuche jetzt mir möglichst viel emotionale Intelligenz anzueignen, damit ich besser auf Menschen wirken kann und charismatischer wirken kann 🙂
    Ich hoffe Dir geht in deiner Situation jetzt gut, und denke daran dankbar zu sein, für das was du hast (nette Kontakte) 😉

    • Reply
      evamell
      26. Februar 2018 at 11:06

      Hallo Lily! Vielen Dank für deine Nachricht. Im Studium war es auf jeden Fall alles noch absolut super mit Freundschaften. Dort sind so viele junge Leute und alle suchen Freunde. Es ist quasi unmöglich keine Freunde zu finden 😉 Ich habe einfach unterschätzt, dass es danach schwierig wird, wenn man irgendwohin zieht, wo man noch niemanden kennt. Eine Strategie ist natürlich, zum Studieren in eine große Stadt zu ziehen, München, Hamburg, Berlin oder was weiß ich. Je nachdem, was man später mal werden will, kann man vielleicht nach dem Studium einfach da bleiben – und hat dann vielleicht dort schon Freunde, die auch da bleiben. Aber natürlich: wenn alle arbeiten, wird die freie Zeit bei allen weniger. Mittlerweile habe ich aber wirklich einige sehr tolle Leute in meinem Umfeld. Es wird wirklich besser mit der Zeit 🙂

    • Reply
      Marie
      17. März 2018 at 08:12

      Hey lily!
      Ich bin auch 19 und habe mein Abitur bereits gemacht! Ich kann dich total verstehen weil ich die Erfahrungen am eigenen Leib gemacht habe! Alle gegen ins Ausland oder ziehen weg und haben keine Zeit mehr, weil sie mit Jobs ihr Studium finanzieren müssen und man selbst steht dann einfach so da.. Ich mache gerade ein orientierungsjahr und habe jede Menge Zeit darüber nachzudenken wie oberflächlich die Freundschaften aus der Schule eigentlich waren ..
      Aber ich denke wenn die Ausbildung / das Studium dann anfängt wird das ganze dann doch wieder ein bisschen besser 🙂
      Liebe Grüße Marie 🙂

  • Reply
    Tanja
    13. Mai 2017 at 23:05

    Wollte. Der Text könnte glatt von mir kommen😂 vor allem diese verzweifelte Hoffnung in fremde Menschen zu haben. Und aufzufassen bloß nicht verzweifelt zu wirken😂😂😂da man ja weiß wie einen solche genervt haben als man sich die Freunde noch aussuchen konnte

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