Leben

Freunde finden: Tipps für einsame Erwachsene

Freunde finden wird immer schwerer je älter man wird. Warum nur?

Ich will mehr Freunde finden!

Wie man im Erwachsenenalter Bekanntschaften schließt. Ein unerwartet harter Selbstversuch.

Ich dachte ja immer, ich finde überall, jederzeit und vor allem super schnell Freunde. Meine Lebenserfahrung sprach lange Zeit für diese steile These: Meine Eltern haben mich in meiner Kindheit und Jugend ungefähr alle fünf Jahre quer durch die Republik an einen neuen Wohnort verschleppt.

Immer wieder neue Bundesländer, seltsame Dialekte, das Heimweh nach dem alten Wohnort – nichts konnte verhindern, dass ich mich schnell eingelebt und rasend schnell eine neue Traube Freunde um mich herum hatte.

Freunde im Überfluss

Nach dem Abi bin ich zum ersten Mal selbstbestimmt weit weggezogen. Und auch an meinem Studienort hatte ich Freunde im Überfluss. Ich sag’s euch: Irgendwann war es geradezu nervig, dass ich ständig allerlei Freunde und Bekannte getroffen habe, sobald ich meine Wohnung verlassen habe – in der natürlich ebenfalls ständig nette Menschen zu Gast waren.

Was habe ich Leute verachtet, die ihr Heimatdorf nie verlassen haben, die jeden Tag mit ihren Kindergartenfreunden verbringen, die sagen, dass sie halt Familienmenschen sind und deshalb bloß nicht zu weit weg von Mama und Papa wohnen wollen, um zu studieren.

Ekelhaft, so eine Bequemlichkeit, dachte ich mir, packte nach dem Hochschulabschluss schon wieder meine sieben Sachen und zog von dannen, um zuerst eine Zeit im Ausland zu verbringen und dann meine erste Arbeitsstelle anzutreten.

Und dann? Nichts! Niemand! Nicht nur tagelang, nein: Wochenlang, monatelang, ich gebe es zu: Jahrelang war Ebbe in meiner Freundestatistik. Bei der Arbeit: Nur Kollegen, die ungefähr 30 Jahre älter waren als ich. Und zu Hause: Eine winzige Einzimmerwohnung, die ich mir nur mit einer Hausspinne und ein paar Wollmäusen teilte.

Sei verflucht, Schicksal!

Ich weinte, tobte, zürnte, verfluchte das Schicksal und wünschte mir nichts sehnlicher als ein Dorf, in dem ich immer schon gelebt hätte. Mit Freunden, die ich schon im Krankenhaus direkt nach meiner Geburt kennengelernt hätte.

„You are not alone“ säuselte mir mein damaliger Freund und jetziger Ehemann damals mit hoher Michael Jackson Singstimme regelmäßig per Skype ins Ohr. Per Skype! Denn ja: Wir hatten eine Fernbeziehung. Auch das noch!

Niemand war für mich da. Niemand mochte mich, verstand mich, würde mich jemals mögen. Davon war ich überzeugt. Aber wie konnte es nur soweit kommen? Warum ist es so schwer, als Erwachsene neue Freunde zu finden?

Das ganze Thema ist kürzlich wieder in mir hochgekocht wie das Nudelwasser auf einer zu heißen Herdplatte. Der Grund: Meine acht Monate alte Tochter hat ein Buch geschenkt bekommen, das den schönen Titel trägt „Teddy findet einen Freund“.

Teddy haut aus dem Spielzeuggeschäft ab und will einen Freund finden. Er fragt Menschen in der Stadt, Tiere unter Wasser und Tiere im Park – und wird von allen einsilbig abgewiesen. Am Ende begegnet ihm ein anderer Teddy, der mit zombiehaftem Blick und ausgestreckten Armen auf ihn zugeht und fragt: „Willst du mein Freund sein?“ Was Teddy antwortet, bleibt unklar.

Fakt aber ist: Teddy muss extrem viele fiese Absagen ertragen, bevor seine Suche nach einem Freund erfolgreich ist. Ich habe eine ähnliche Odyssee rund ums Thema Freunde finden hinter mir.

Seit rund sechs Jahren wohne ich an meinem jetzigen Wohnort. Hier ist eine Checkliste meiner Bemühungen:

Freunde finden bei der Arbeit

Bei meiner ersten Arbeitsstelle war das eine schwierige Angelegenheit. Die Kollegen waren allesamt um die Mitte 50, ich hingegen noch keine 30. Klar, auch mit 50 kann man echt sympathisch sein. Stimmt wirklich, ich hab es erlebt! Aber recht schnell habe ich das Thema Freunde finden bei jener Arbeitsstelle aufgegeben.

Ich akzeptierte den Zustand also und war einfach nur froh, als ich wenigstens endlich kapiert hatte, wer wen siezt oder duzt. Ich: musste erstmal alle siezen, dann durfte ich einen duzen. Alle anderen: Duzten sich, aber zwei von ihnen siezten sich. Richtig kompliziert wurde es, wenn der Chef mal alle gleichzeitig ansprechen wollte!

Freunde finden in der Volkshochschule

Ein VHS Kurs! Nichts erschien mir naheliegender, um einen ganzen großen Haufen neue Freunde zu finden. Also meldete ich mich zum Spanischkurs an. Ich erinnere mich noch an eine extremst nervige Person im Kurs, die ich nicht mal zur Freundin hätte haben wollen, wenn der gesamte Rest der Menschheit ausgestorben wäre.

Dann waren da noch ein paar graue Schatten, deren Namen ich nicht mal mehr ansatzweise in Erinnerung habe – und eine nette Person, so alt wie ich und ebenfalls zugezogen und hungrig nach Freundschaft. Wir stürzten uns aufeinander wie die Fruchtfliegen auf den Biomüll.

Unermüdlich verabredeten wir uns und ignorierten dabei, dass wir zwei Obstfliegen mit unterschiedlichen Geschmäckern waren. Irgendwann zog sie weg. Seitdem haben wir uns weder geschrieben noch uns vermisst. War wohl nix! Nächster Versuch…

Freunde finden durchs gemeinsame Lernen

Spanisch lernen in der Volkshochschule hat leider beim Freunde finden nicht geholfen. Also habe ich zwei Versuche gestartet, nette Muttersprachler kennenzulernen, mit deren Hilfe ich mein Spanisch und sie ihr Deutsch aufbessern konnten. Was soll ich sagen?! Zweimal ein Volltreffer.

Leider spricht meine erste Sprachtandempartnerin mittlerweile so gut Deutsch, dass wir kein Spanisch mehr sprechen. Und die zweite ist auf dem besten Weg dahin. Aber hey, hier geht’s nicht um meine Sprachkenntnisse, sondern um Freundschaft! Somos amigas!

Freunde finden durchs Freunde Recycling

Ich bin in der glücklichen Situation, in dem Ort zu leben, in dem mein jüngerer Bruder seine letzten Schuljahre verbracht hat. Als meine Eltern mal wieder beschlossen hatten, umzuziehen, machte ich mich auf zur Uni und mein Bruder packte seine Kisten an meinem jetzigen Wohnort aus. Als ich hierher zog, war er längst selbst über alle Berge und hinterließ mir eine stattliche Reihe an Freunden, unter denen ich mich bedienen konnte.

Ein lustiger Haufen, richtig sympathische Menschen! Dachte ich mir jedes Mal, wenn ich mit ihnen Geburtstag oder Weihnachten oder sonstwas feierte. Und danach? Sahen wir uns wieder monatelang nicht, während derer ich mich aus Einsamkeit in den Schlaf weinte. Warum ich mich nicht öfter bei ihnen gemeldet habe? Ich weiß auch nicht. Ich mag sie alle total.

Aber so richtig ans Herz gewachsen sind mir diejenigen von ihnen, die ihren Heimatort schon seit langem verlassen haben, um in der weiten Welt mal von neuen Freunden umringt und mal einsam zu sein. Ich liebe euch, Tilla und Claudi!

Freunde finden durchs Nachfragen

„Wollen wir spielen?“ Boah, war es einfach als Kind, Freunde zu finden. Ein anderes Kind sieht nett aus? Nichts wie hin und sich anfreunden. Was für eine großartige Lebenseinstellung. Mir passiert es immer wieder, dass ich Menschen treffe, die ich absolut sympathisch finde. In meinem Kopf läuft dann die Frage Dauerschleife: „Willst du mein Freund sein?“ Ich habe sie noch nie gestellt.

Aber einmal war ich ganz nah dran! Meine Bankberaterin, das verrate ich euch jetzt einfach mal, ist mir ja so unfassbar sympathisch. Wenn sie mich wegen irgendwas berät, schwatzen wir gefühlt stundenlang über Gott und die Welt. Sie ist außerdem genauso alt wie ich. Ich glaube ja, wir sind dazu bestimmt, befreundet zu sein.

Okay, vielleicht hat sie in irgendeinem Lehrgang gelernt, wie sie sich immer auf der jeweiligen Wellenlänge ihrer Kunden bewegen kann – um ihnen dann möglichst viele Produkte anzudrehen. Falls das stimmt, ist sie noch nicht ganz am Ziel angelangt. Ich habe nach wie vor nur ein einfaches Girokonto.

Aber ich gehe trotzdem bei jeder Gelegenheit gerne zu ihr. Einmal habe ich all meinen Mut zusammengenommen und sie zu einer Thermomix Demonstration bei mir Zuhause eingeladen. Sie konnte leider nicht. Die anderen Eingeladenen auch nicht. Ich kochte mir also alleine etwas in meinem Thermomix, sah ein, dass das eine total lahme Veranstaltung ist und weinte mich danach in den Schlaf.

Freunde finden über den Nachwuchs

Okay, das ist ein etwas egoistischer Grund, ein Baby zu bekommen, aber ich kann guten Gewissens behaupten, dass meine Freundestatistik seitdem geradezu explodiert ist. Jedenfalls im Vergleich zu den miesen Werten der vergangenen Jahre.

Hey, meine Bankberaterin hat auch ein Baby bekommen! Ich sollte alle Krabbelgruppen der Region abklappern, bis ich ihr „zufällig“ begegne. Oder lieber doch nicht? Sonst könnte man schon wieder denken, ich sei eine Stalkerin.

Und? Freunde gefunden?

Sechs Jahre nach der großen Einsamkeit ziehe ich folgendes Fazit: Die Reise ins Land der Freundschaft ist hart, macht keinen Spaß und ist auch nach der Ankunft kein Selbstläufer. Noch bin ich nicht im Idealzustand angekommen. Ich habe mir mittlerweile zwar ein paar Freundschaften erkämpft, aber es sind allesamt isolierte Bekanntschaften. So ein richtiger Freundeskreis, das wär doch was Feines!

Bis jetzt habe ich mich noch kein einziges Mal getraut, nette Menschen zu meinem Geburtstag einzuladen – aus Angst, dass all die Einzelpersonen am Ende jeweils einzeln absagen und ich die Flasche Sekt alleine exen muss. Oder schlimmer: Dass nicht alle, sondern nur fast alle absagen.

Dann wären zwei oder drei Einzelpersonen da und würden sofort mein dunkles Geheimnis kennen: Ich habe keinen richtigen Freundeskreis, der meinen Ehrentag mit mir verbringen will. Ich bin einsam, allein, niemand hat mich lieb.

Und im Radio würde Michael Jackson zufällig singen „You are not alone“, ich würde weinen und mich danach aus Scham nie wieder bei den wenigen Freunden melden, die gekommen waren. Also wieder alleine Geburtstag feiern? Mal sehen.

Vielleicht kommen ja wenigstens meine Hausspinne und die Wollmäuse. Das sind wahre Freunde. Die verlassen mich nicht mal, wenn ich sie beschimpfe und zum Teufel jagen will. Wahrlich Rührend! Es stimmt also: I am not alone!

Und wie ergeht es euch? Vielleicht bin ich ja auch mit meinen Erfahrungen nicht allein! Ich freue mich über eure Kommentare.

Edit: Dieses Jahr, 2018, habe ich meinen Geburtstag mit Freunden gefeiert! Es kamen alle, die ich eingeladen habe und es war lustig, fröhlich und einfach schön. Vielleicht braucht man also im Erwachsenenalter einfach nur einen großen Haufen Geduld – und dann klappt es irgendwann von selbst mit den Freunden 🙂

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26 Comments

  • Reply
    Back
    29. Juli 2019 at 22:02

    Ich bin 63, habe immer viele Menschen um mich rumgehabt, also nichts vermisst. Als mein Lebenspartner vor drei Jahren verstarb, hat sich meine Familie rührend um mich gekümmert.
    Meine Tochter kam regelmässig mit Mann und Kind vorbei. Meine Geschwister waren für mich da. Hatte eine lieben Freund (Kumpel) im Haus. es war trotzdem mein Lebenspartner nicht mehr da war alles soweit im grünen Bereich. Jetzt habe ich meine Arbeit verloren, bedeutet ganz wenig Geld. Ich kann meine Kinder nicht mehr zum Essen einladen, mit meinen Geschwistern nicht mehr shoppen gehen. Werde auch nicht mehr gefragt ob ich was mit unternehmen will (das sogenannte fünfte Rad). Mein Kumpel hat sich schwer verliebt und ist weggezogen. J nun steh ich da, keine Arbeit, kein Geld, niemand dem wirklich interessiert wie es mir geht. Auch ich bin ein sehr aufgeschlossener Typ, ich habealles versucht um Leute kennenzulernen. Es ist verdammt schwer, denn man verändert irgend wie auch seinen Charakter man wird unsicher. Und ich für meinen Teil merke, das ich mir fast überhaupt nicht mehr getraue Fremde anzusprechen bzw. ich unterhalte mich schon mal hier und da mit jemanden aber ich habe Angst zu aufdringlich zu erscheinen. Und nun kann ich an manchen Nächten keinen Schlaf finden. Die Einsamkeit hat mich voll erwischt. Bis vor kurzem konnte ich mir überhaupt nicht so richtig vorstellen, wie Einsamkeit ist. Das schlimme ist, wenn ich mich mit Leuten unterhalte, wo ich ganz genau weiss denen geht es wie mir, sie geben es nicht zu. Ich sage zu niemanden, das ich sehr einsam fühle aber ich versuche über umwegen, den leuten zu vermitteln, das es mitunter ganz schön traurig ist, so allein zu sein. Jeder redet dann drum rum aber keine gibt es zu. es wäre doch eine gute Grundlage neue Freundschaften abzuknüpfen

  • Reply
    Caro
    21. Juni 2019 at 06:52

    Hallo!
    Ich bin auch so ein Kandidat. Grade mal 30, ohne Kinderwunsch und seit drei Jahren in einer Stadt zuhause, die nicht mein Zuhause ist. Am Anfang dachte ich ‚ja, mein neuer Freund hat sicher einen netten Freundeskreis und da wird sich dann schon was ergeben. Aber nix da. Ich bin noch immer die komische neue Freundin, die partout keine Kinder will und auch so kein typisches „Mädchen“ ist. Und das ist der Punkt. Ich hab mit der klassischen Frauenwelt nichts am Hut. Mode, Fashion, Makeup, Deko-SchnickSchnack ist alles nicht meins. Aber das sollte ja kein Hindernis sein, dachte ich. Es muss ja noch solche wie mich geben. Da ich seit einer Weile dem Sport sehr verfallen bin, habe ich versucht eine Laufgruppe in der Nachbarschaft zu etablieren. Fazit: Muttis haben keinen Bock auf Sport. Zumindest nicht bei mir im Umkreis. Aber wer nich will…
    Als Schwierigkeit kommt noch hinzu, dass ich nur mit Bus und Bahn mobil bin und durch eine Persönlichkeitsstörung Probleme mit Beziehungen hab. Also gilt es die eine Person zu finden, die optimalerweise in meiner Nähe wohnt und so tickt wie ich, besser gesagt, die mich so nimmt, wie ich bin. Die Nadel im Heuhaufen also.
    Und so fahre ich jeden Tag auf Arbeit, wieder Heim, mach Sport und dazwischen ist nichts. Manchmal rede ich mit der Katze…aber die hat erst recht keine Meinung.

  • Reply
    Lara
    4. März 2019 at 18:02

    Hallo, vielen Dank, genau so geht es mir auch. Ich bin viel umgezogen und noch in keiner Stadt war es so schwer wie hier wo ich seit 6 Jahren bin und immer nur flüchtige Bekannte kennenlerne, was sich nach einem Jahr wieder auseinander entwickelt oder jemand zieht weg. Sehr häufig sieht man diese Leute auch nie wieder sobald sie in einer neuen Beziehung sind. Leider sind auch die Freunde, die ich von früher kenne, immer weniger verfügbar und setzen andere Prioritäten. Ich kenne leider niemanden der keine Kinder möchte und alle, die welche haben, machen fast gar nichts mehr mit Freunden. Ich weiss langsam nicht was ich noch versuchen soll, ich habe über mehrere Apps es versucht zB Facebook Stammtische (kann nicht mehr zählen wie oft), andere Apps, Fitnessstudio, VHS Kurs, Seminare, Nachbarschaft, aber nirgendwo hat es bisher geklappt und ich bin es langsam leid…

  • Reply
    Marlies
    26. Januar 2019 at 21:56

    Interessanter Beitrag. Ich bin 71, fit, verheiratet, ich habe glücklicherweise Freundinnen, aber kein Glück mit dem Familienleben. Stieffamilie meines Mannes ist auch nach 40 Jahren Ehe noch nicht meine. Meinen Mann haben die auch schon abgehakt. So sind wir hauptsächlich zu zweit, ab und zu treffe ich meine Freundinnen oder er einen der wenigen noch lebenden Kumpel. Aber einsam fühlen wir uns auch. Und genau wie jungen Menschen ist uns das peinlich und wir verbergen es. Sogar Jahrzehnte alte Freundschaften sieht man nicht mehr so oft. Eine Gruppe von Frauen trifft sich jeden Monat, aber es ist doch oberflächlich und äußerlich. Ehrenamt als Leihoma versucht, es hielt nur ein paar Monate. Über das Projekt Tante Inge, an sich für jung und alt zu empfehlen und im Internet nachzulesen, kam es auch nur zu einem einzigen Treffen. Es ist nicht leicht, Freunde zu finden. Und leider leider hat man einige schon überlebt.
    HerzlicheGrüße und viel Erfolg bei der weiteren Suche.

  • Reply
    Elke
    7. Januar 2019 at 19:53

    Hallo Eva, ich muss dir ein grosses Kompliment machen. Soviel Ehrlichkeit begegnet einem (leider) sehr selten. Kommt wahrscheinlich daher, dass Menschen im Allgemeinen lieber angelogen werden als mit ihren eigenen Schwächen oder Fehlern konfrontiert zu werden. Ich persönlich bin zuweilen so ehrlich, dass ich bei neuen Bekanntschaften schon vorwarne, dass BLOSS niemand eingeschnappt ist, wenn sich mal wieder zuviel Ehrlichkeitgene breit machen und dies dann unter Umständen etwas frech oder taktlos rüberkommt. Zugegeben, dadurch habe ich mir selbst schon viel Stress gemacht, man weiss ja wie sein Gegenüber sofort in Verteidigunshaltung geht, wenn man dagegen redet..Als ich noch 25 war konnte ich überhaupt nicht verstehen, warum Menschen lieber Freunde haben, die einem Honig ums Maul schmieren und immer ja zu allem sagen als Freunde die in jeder Situation absolut ehrlich sind und zu einem stehen. Mittlerweile bin ich 48 und mir ist nicht mehr wichtig, möglichst viele Freunde zu haben sondern genau den/die EINE, absolut zuverlässige, der man Geheimnisse anvertrauen kann und diese auch für sich behält. Die man anrufen kann wenn einem mitten in der Pampa das Benzin ausgeht, und die alles menschenmögliche tut um zu helfen. Das ist für manche Pipifax, ich finde, genau das macht eine Freundschaft aus. Durch sehr häufige Umzüge in den letzten 20 Jahren haben sich in dieser Zeit nicht wirklich Freundschaften entwickelt. Nur oberflächliches, wirklich sehr schade. Offensichtlich hat sich der Begriff „Freundschaft“ in den letzten 20 Jahren in eine Richtung entwickelt, die mir überhaupt nicht gefällt. Ich will wieder eine von den altmodischen Freundschaften, unkompliziert, ohne zu überlegen: Darf ich dies oder jenes jetzt überhaupt sagen, oder ist der- oder diejenige dann beleidigt…Gibt es überhaupt noch jemanden, der über sich selber lachen kann oder steht mittlerweile jedem sein eigenes Ego so sehr im Weg, dass dies gar nicht mehr möglich ist? Würde mich freuen,wenn jemand sich angesprochen fühlt. Herzliche Grüsse

    • Reply
      evamell
      7. Januar 2019 at 22:18

      Ich finde, du hast eine sehr gute Einstellung!!

    • Reply
      Inge
      30. Januar 2019 at 14:55

      Liebe Elke,
      grundsätzlich verstehe ich alles, was schreibst. Du hast sehr konkrete Vorstellungen, wie für dich eine Freundin sein sollte.
      Wie aber bist du selbst für andere? Kannst du selbst die „Wahrheit“ vertragen? Beobachtest du dich selbst ehrlich, um zu beurteilen, wann du Grenzen überschreitest? Das will nämlich auch niemand.
      Keiner möchte immer nur „die Wahrheit um die Ohren bekommen“, sondern auch einfach mal so angenommen werden, wie er ist. Macht das nicht ebenso Freundschaft aus? Entschuldige, wenn ich dich falsch verstanden habe, ich will niemanden verletzen. Es ist auch schwierig, sich umfassend über ein paar wenige Zeilen auszudrücken, ohne Mimik oder Gestik. Geschriebene Worte werden leicht falsch verstanden.
      Wir haben alle sehr unterschiedliche Ansichten vom Leben, das liegt in der Natur des Menschseins. Und eines der schwierigsten Dinge scheint zu sein, zu akzeptieren, dass man auch dann gut Freund sein kann, wenn man nicht auf derselben Wellenlänge liegt. Eben weil man den anderen so akzeptieren kann, wie er ist, ohne ihm ständig „die Wahrheit“ ins Gesicht sagen zu wollen. Weil er gerade durch sein Anderssein interessant ist. Auch, wenn er mal nicht nachts in der Pampa Benzin vorbeibringen kann.
      Freundschaft ist etwas sehr Wertvolles, sollte aber nie unter dem Gesichtspunkt der „Nützlichkeit“ gesehen werden. Und das ist das, was ich sehr oft erfuhr. Vielleicht prallen da zwei gegensätzliche Lebenserfahrungen aufeinander?
      Was ist denn schon Wahrheit? Es ist immer das, was wir durch unsere eigene Brille von Glaubenssätzen und Kindheitsprägung unter Wahrheit verstehen. (Es sei denn, man gerät tatsächlich an jemanden, der einen ständig nur manipuliert und ausnützt.)
      Es ist schwierig, das Zwischenmenschliche. Ich bin mittlerweile 59 Jahre alt und habe mein Leben lang aufrichtig versucht, Freundin zu sein. Aber ich habe etliche Umzüge hinter mir, musste alleinerziehend mit zwei Söhnen ein krebskrankes Kind betreuen und landete schließlich durch Verlust des Hauses – mein Partner verschwand – selbst im Burnout und dadurch bedingt in der Insolvenz. Ich hab das mittlerweile alles durchgestanden, aber ab da hatte ich plötzlich keine Freunde mehr, obwohl ich niemanden damit belastete. Waren es dann welche…?
      Es ist schwierig, Freude zu finden, wenn man finanziell und kräftemäßig nicht bei allen „Aktionen“ mithalten kann. Oder eher der stille Typ ist, der lieber ein spirituelles Buch liest, tiefere Gespräche führt, musiziert, handwerkt, fotografiert, etc. und keine lauten Parties mag. Aber suchte ich die Nähe der Menschen, schlug mir die letzten Jahre ständig entgegen, sogar wortwörtlich, ich müsse mich halt „ins System einfügen“, was immer das bedeuten soll. Anstatt sich gemeinsam über ein gutes Foto zu freuen, wurde beurteilt, welches besser sei. Statt gemeinsam zu musizieren, wurde geeifert, wer besser spielt. Erwähnte ich etwas Spirituelles, schlug mir entgegen, was für abhegobenes Geschwätz das sei.
      Ich bin sehr anpassungsfähig – für eine Weile. Wenn das aber bedeutet, ich habe den Lebensstil des anderen zu übernehmen, um willkommen zu sein, dann bleibe ich lieber allein. Konkurrenzkampf herrscht im Berufsleben leider schon zur Genüge, ich mochte das noch nie und brauche das privat schon gar nicht mehr. Ich erkämpfe mir keine Sympathien mehr, nur, um nicht allein zu sein.
      Verstehst du, was ich meine? So ist eben jeder anders.
      Lieben Gruß,
      Inge

  • Reply
    Sybille Schill
    2. Dezember 2018 at 00:39

    Hallo, es ist verdammt schwer Freunde zu finden, vor allem, ehrliche. Die Freunde die es gab, haben auf einmal keine Zeit mehr.
    Ich habe letztes Jahr kurz vor Weihnachten meinen Mann verloren, wir kauften noch im August 2017 ein älteres Häuschen. Ist oder war sehr viel zu machen. Dann stand ich da, vor Weihnachten, Haus nicht fertig, an einziehen war gar nicht zu denken. Das Dach war gerade fertig gedeckt worden, Elektriker war noch nicht fertig, Heizung war noch nicht fertig, Fenster kamen erst im Februar, Wände mussten dann verputzt werden, Wasserleitungen neu verlegt werden. Dazu kam dann noch, wir waren eine Patchwork Familie, zu Lebzeiten hatte mein Mann sein Eigentum dem Sohn schon geschenkt. Dieser Sohn hat es fertig gebracht, das die Familie zerbrach, denn mein verstorbener Mann glaubte ja allen seine Intrigen, meine Kinder waren die bösen und er der Heilige. Als mein Mann das dann endlich erkannte, war die Familie schon zerbrochen. Er hatte nicht den Mut meine Kinder um Entschuldigung zu bitten, foldedessen leider auch keinen Kontakt mehr.
    So, ich stand jetzt mit dem Haus da, verkaufen unmöglich zuviel Verlust. Also jeden Freitag bis Sonntag ins Haus, eins nach dem anderen gemacht. Nebenher noch dauernd zum Rechtsanwalt gerannt, denn der nette Stiefsohn, hat ja 1 Tag nach dem versterben seines Vaters Räumungsklage eingereicht, Verhandlung war im April, ich musste zu sichern, das ich bis Ende August 2018 aus ziehen musste nach 22 Jahren, die ich mit meinem Mann dort lebte. Ich bin im August 2018 dann in das Haus eingezogen, vieles ist noch nicht so fertig wie es sein sollte. Ich kann aber drin leben. Ich fahre jetzt jeden Tag 100 km einfache Strecke ins Geschäft, komme oft erst um 21 Uhr wieder nach Hause, bin aus meinem ehemaligen sozialen Umfeld heraus gerissen und tue mich verdammt schwer einen neuen Freundeskreis auf zu bauen.
    Sollte jetzt aber nicht als Klage verstanden werden. War jetzt einfach so aus dem Bauch heraus geschrieben. Mein Mann wird mir immer fehlen, ich mache Ihm auch keinen Vorwurf, er war einfach blind, war eben Vaterliebe. Die einzige Lösung wäre damals die Scheidung gewesen. Doch die Liebe zu meinem Mann war einfach zu groß, das trifft man nicht jede Woche.
    Jedenfalls tut man sich sehr sehr schwer, mit Vertrauen und Freundschaften. Ich habe keine Idee, Sportverein scheidet aus, habe sehr viel Sport auf meiner Baustelle.
    Eigentlich vergrabe ich mich, denn um irgendwo hin zu gehen, da bin ich einfach nach dem Tod von meinem Mann noch nicht bereit.
    Brieffreundschaften oder E-Mail Verkehr könnte ich mir vorstellen,
    Ach ja, ich bin 58 Jahre alt und bin jetzt im Zollernalbkreis zu Hause

    • Reply
      evamell
      4. Dezember 2018 at 13:05

      Hallo! Danke für deinen sehr ehrlichen Kommentar. Du hast ja wirklich einiges zu stemmen. Gerade in solch einer Situation sind Freunde natürlich eine wichtige Stütze. Ich würde mich freuen, wenn sich jemand bei mir meldet und ich euch vermitteln kann. Fühl dich umarmt! Eva

  • Reply
    Conni
    26. Oktober 2018 at 08:08

    Hallo:-),
    ich bin seit 6 Jahren alleinerziehend mit 3 Kindern. Nach der Trennung habe ich viele neue Kontakte geknüpft, hauptsächlich frisch Getrennte, habe mit ihnen Unternehmungen gemacht, an kinderfreien WE ausgegangen trotz Dienst am WE, sie besucht und mich wirklich bemüht diese Kontakte zu halten. Leider sofern ein neuer Partner da war verabredeten sie sich nur noch mit Pärchen. Mit meinen 3 Kindern wurde ich nie eingeladen, da passte ich wohl nicht so rein in die Familienwelt. Jedes WE mit meinen Kindern bin ich draußen und wir unternehmen etwas. Leute kennen gelernt habe ich kaum, nur mal für kurze Gespräche. Ich gehe offen auf Leute zu, aufdrängen mag ich mich aber nicht. Abends bleibe ich bei meinen Kindern, am WE arbeite ich oder habe meine Kinder so das ich wirklich Probleme habe neue Freunde zu finden. Früher als die Kids klein waren hatte ich viele Kontakte mit Frauen und deren Kindern, gemeinsame Geburtstage, Frühstücken, Schwimmbad, ich konnte diese Kontakte nicht mehr so halten da ich sehr in meinem Alltag und Beruf eingespannt war und weil ich abends eben niemanden habe der sich zu meinen Kindern setzt. Ich höre schon mal raus das andere es suspekt finden das ich nie weggehe, es geht leider im Moment nicht und meine Kinder gehen eindeutig vor. Auch wenn ich mir echte Freundschaften wünsche.

    • Reply
      evamell
      27. Oktober 2018 at 22:34

      Ein echter Spagat, den das Leben manchmal von einem fordert! Danke für deinen Kommentar, der mir nochmal zeigt, wie wichtig das Thema wirklich ist. Mir wurde in der letzten Zeit nochmal bewusst, wie wichtig es ist, wenigstens in größeren Abständen Kontakt zu alten Freunden zu halten und sich auch mal zu besuchen (selbst wenn es nur einmal im Jahr klappt). Da ist einfach sofort wieder eine Basis und ein Vertrauen da, das bei neuen Freundschaften nur ganz schwer entsteht!

    • Reply
      Kerstin Kornmann
      9. Februar 2019 at 20:52

      Hallo Conni,

      Ich kann dich total gut nachvollziehen und verstehen.
      ich bin immer ein offener und unternehmungslustiger Mensch gewesen und auch gerne alleine als Frau weggegangen obwohl ich meinen Sohn und meine Familie Liebe.
      Seit anderthalb Jahren bin ich nun auch alleinerziehend und fühle mich doch recht einsam.
      viele Freundinnen haben Familie und Wochenende und abends wenig Zeit oder meine Single Freundinnen gehen weg und ich komme jedoch abends nicht aus der Wohnung weil ich auf meinen sechsjährigen Sohn aufpassen muss und möchte und mir auch nicht jeden Abend ein Babysitter leisten kann.
      Es ist schon recht einsam mit so einer Situation und ich finde es extrem schwierig Gleichgesinnte zu finden obwohl es doch angeblich so viele alleinerziehende und getrennt lebende geben soll.

      Darf ich fragen aus welcher Gegend in Deutschland bekommst?

      Liebe Grüße
      Kerstin

  • Reply
    Bea
    23. Oktober 2018 at 17:55

    Hallo,
    mein Mann und ich (beide Anfang/Mitte 50) sind vor 1 Jahr zwangsweise in eine fremde Kleinstadt gezogen. Sowohl meine Eltern als auch die Eltern meines Mannes sind bereits verstorben und Geschwister haben wir keine. Meine Tochter ist erwachsen, wohnt weiters weg und der Kontakt ist sehr sporadisch.
    Es ist so gut wie unmöglich in unserem Alter an einem neuen Wohnort Freunde zu finden. Die Menschen in unserem Alter haben ihre Familie und ihren festen Freundeskreis – an weiteren Freunden besteht einfach kein Bedarf und keine Notwendigkeit.
    Ich weiß auch noch nicht, wie es weitergehen soll. Man braucht ja ab und zu auch mal jemanden zum reden und sich austauschen.
    Viele Grüße Bea

  • Reply
    Susanna
    16. August 2018 at 18:37

    Du sprichst mir aus der Seele… Mein Freundes“kreis“ besteht aus 3 Personen, davon lebt eine im Ausland…
    Ich würd‘ mir an sich nicht damit schwertun, Menschen anzusprechen oder kennenzulernen, aber etwas Erfüllendes daraus zu entwickeln kommt einer Doktorarbeit gleich, zumal ich leider bemerke, dass „frisch akquirierte Freundes-Neuankömmlinge“ bisweilen dann doch einfach nicht zu mir, meinen Werten etc. passen – und sich zu sehr zu verbiegen wär dann ja auch nicht gesund.
    Somit seh‘ ich mich einer Sisyphus-Arbeit gegenüber, ich geb‘ nicht auf, nach wie vor hoffe ich auf einen wirklichen Kreis an guten, herzlich-warmherzigen Freunden, auch wenn es derzeit noch nicht danach aussieht. Hope dies last…

  • Reply
    Martin
    7. August 2018 at 08:45

    Ich bin gerade zufällig über den Text gestolpert und muss sagen: er passt wie die Faust aufs Auge zu meiner Situation. Ganz ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht bei meinen (bislang überwiegend erfolglosen) Bemühungen, neue Freunde zu finden. Sogar den Weg mit dem Spanisch-Sprachkurs bin ich ebenso gegangen, wenn auch ohne nachhaltigen Erfolg was neue Freundschaften betrifft.
    Mein nächster Versuch wird ein Ehrenamt sein. Ich werde mich nach einem Ehrenamt umsehen, bei dem man hoffentlich ein paar nette Menschen kennenlernen kann. Nur nicht aufgeben, ist meine Devise. Zum Glück habe ich schon frühzeitig gelernt, mir mein Leben auch allein einigermaßen interessant zu gestalten: auch wenn ich allein bin kann ich dennoch reisen, ins Kino gehen, mir Museen und Ausstellungen ansehen, schön Essen gehen, und so weiter. Und wer weiß, vielleicht wirds ja doch noch irgendwann mal wieder anders…
    Viele Grüße vom Martin

    • Reply
      evamell
      7. August 2018 at 09:24

      Lieber Martin! Super, dass du optimistisch bleibst 🙂 Ein Ehrenamt ist sicher ein guter Weg! Sportverein könnte auch noch was sein. Es gibt also Möglichkeiten – und keinen Grund aufzugeben!

  • Reply
    Kris
    28. Juli 2018 at 22:29

    Du schreibst mir aus der Seele… Es ist verdammt schwer Freunde zu finden. Vielleicht braucht man einfach nur etwad mehr Geduld. Hat nicht so leicht wenn man sich einsam fühlt und sich nach Freunden sehnt…

    • Reply
      evamell
      31. Juli 2018 at 09:23

      Danke für deinen Kommentar! Bei mir zeigt sich mit der Zeit immer mehr, dass Geduld der Schlüssel ist. Und Zuversicht. Es gibt viele tolle Menschen 🙂 Und es gibt Freundschaften, die entstehen!

  • Reply
    Münchnerin
    26. Juli 2018 at 09:01

    Ich bin eine von diesen „älteren“ Münchnerinnen (55 Jahre), die Du beschrieben hast und ich habe – obwohl ich in München aufgewachsen bin – auch keine echten Freunde sondern wenn überhaupt nur oberflächliche Bekanntschaften. Das liegt vielleicht auch daran, dass sich die Bevölkerung in München hauptsächlich aus Familien bzw. Alleinstehenden mit Kindern oder sog. Zugroasten aus aller Herren Länder zusammensetzt. Die vielen Jobnomaden, die nur wochentags in München sind und das Wochenende „zu Hause“ in einem anderen Ort mit ihrere Familie verbringen, noch gar nicht eingerechnet. Als echte Münchnerin darf ich sagen, dass München weder Schicki-Micki noch spießig ist – spät abends (besonders in der kalten Jahreszeit) sind nach Geschäftsschluss die Strassen wie leer gefegt. Nur bei Massenveranstaltungen mit Kinderunterhaltung und vielen Fressbuden kommen die Menschen aus ihren Wohnungen, die mittlerweile alle aussehen wie betonierte Hasenställe. Schwabing ist ein langweiliges Viertel geworden, das nur noch in Erinnerungen an die gute alte Zeit schwelgt. Ich habe vor kurzem ein böses aber sehr passendes Statement über München gelesen „München ist eine Karriere- und Schlafstadt mit SUV-Stau und Burnout Visagen“. In so einem Klima können sich keine echten Freundschaften bilden. Nix für ungut……

    • Reply
      evamell
      26. Juli 2018 at 14:04

      Ich habe ja gar nicht über München geschrieben 😉 Aber das alles passt wohl überall…

  • Reply
    Julia
    28. Mai 2018 at 11:27

    Hallo ihr, ich habe auch so meine Probleme, damit Freunde zu finden. Ich bin leider selbst eher schüchtern und werden dann vorallem von Frauen schnell als arrogant oder eingebildet abgestempelt. Dabei weiß ich manchmal einfach wirklich nur nicht wie ich das Eis brechen soll :S ich hatte noch nie einen riesigen Freundskreis, aber gestern hat mich mein Freund darauf aufmerksam gemacht, das ich außer ihm und meiner Familie wirklich niemanden habe. Mein Problem ist jetzt aber eher, dass ich mir nicht wirklich sicher bin, ob mir das fehlt. Ich hab da nämlich bevor er etwas gesagt hat gar nicht drüber nach gedacht. Seitdem bin ich aber iwie wirklich traurig und frage mich jetzt natürlich was ich dagegen machen kann und soll 😀 es hat aber schon etwas geholfen, das Dilemma auszusprechen bzw. aufzuschreiben. Liebe Grüße Julia

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      evamell
      30. Mai 2018 at 17:41

      Hallo Julia! Danke für deine Nachricht 🙂 Also ich finde immer, die Dinge sind gut, wenn man sich gut mit ihnen fühlt. Wenn dir nichts fehlt, warum solltest du dich dann schlecht fühlen? Lass dir von niemandem einreden, dass du anders leben solltest 🙂

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    Lily
    26. Februar 2018 at 01:35

    Hey,
    Bei mir ist das jetzt NOCH nicht der Fall. Aber ich bin 19, werde bald mein Abitur haben und merke jetzt schon wie die „Freundschaften“ bröckeln. Und ich will mich auch nie aufdrängen, weswegen ich sie auch mehr oder weniger „bröckeln lasse“. Ich denke, dass mir eine ähnliche Situation wie deiner bevorsteht und habe ziemlich Angst davor… Nach der Schulzeit werden alle meine Freunde eigene Wege gehen und ich interessiere glaube ich eher keinen. Ich will in ein oder zwei Jahren studieren und hoffe wirklich sehr auf Freundschaften dort! Ich versuche jetzt mir möglichst viel emotionale Intelligenz anzueignen, damit ich besser auf Menschen wirken kann und charismatischer wirken kann 🙂
    Ich hoffe Dir geht in deiner Situation jetzt gut, und denke daran dankbar zu sein, für das was du hast (nette Kontakte) 😉

    • Reply
      evamell
      26. Februar 2018 at 11:06

      Hallo Lily! Vielen Dank für deine Nachricht. Im Studium war es auf jeden Fall alles noch absolut super mit Freundschaften. Dort sind so viele junge Leute und alle suchen Freunde. Es ist quasi unmöglich keine Freunde zu finden 😉 Ich habe einfach unterschätzt, dass es danach schwierig wird, wenn man irgendwohin zieht, wo man noch niemanden kennt. Eine Strategie ist natürlich, zum Studieren in eine große Stadt zu ziehen, München, Hamburg, Berlin oder was weiß ich. Je nachdem, was man später mal werden will, kann man vielleicht nach dem Studium einfach da bleiben – und hat dann vielleicht dort schon Freunde, die auch da bleiben. Aber natürlich: wenn alle arbeiten, wird die freie Zeit bei allen weniger. Mittlerweile habe ich aber wirklich einige sehr tolle Leute in meinem Umfeld. Es wird wirklich besser mit der Zeit 🙂

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      Marie
      17. März 2018 at 08:12

      Hey lily!
      Ich bin auch 19 und habe mein Abitur bereits gemacht! Ich kann dich total verstehen weil ich die Erfahrungen am eigenen Leib gemacht habe! Alle gegen ins Ausland oder ziehen weg und haben keine Zeit mehr, weil sie mit Jobs ihr Studium finanzieren müssen und man selbst steht dann einfach so da.. Ich mache gerade ein orientierungsjahr und habe jede Menge Zeit darüber nachzudenken wie oberflächlich die Freundschaften aus der Schule eigentlich waren ..
      Aber ich denke wenn die Ausbildung / das Studium dann anfängt wird das ganze dann doch wieder ein bisschen besser 🙂
      Liebe Grüße Marie 🙂

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    Tanja
    13. Mai 2017 at 23:05

    Wollte. Der Text könnte glatt von mir kommen😂 vor allem diese verzweifelte Hoffnung in fremde Menschen zu haben. Und aufzufassen bloß nicht verzweifelt zu wirken😂😂😂da man ja weiß wie einen solche genervt haben als man sich die Freunde noch aussuchen konnte

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