Familie

Geburtsbericht für alle: Eltern, Arbeitgeber, Tabujunkies

Vor der Geburt erzählt man allen alles. Aber ein Geburtsbericht? Hört man selten.

Mein Geburtsbericht ist die eierlegende Wollmilchsau!

Ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass die Geburt ein Tabuthema ist. Und zwar hier. Tatsächlich habe auch ich vor meiner Schwangerschaft nicht sonderlich viel über diese extremen Stunden gewusst. Aber wie öffentlich darüber reden, Tabujunkies befriedigen, gleichzeitig den eigenen Eltern nach wie vor unter die Augen treten können und sich vor dem zukünftigen Arbeitgeber nicht blamieren? Ich schaffe das alles! Aber nur, wenn ihr mitmacht. Jeder bleibt bitte in seiner Spalte. Los geht’s! 

Die ersten Wehen

Eltern: Mein Mann und ich hatten den Abend mit euch, meinen Eltern, verbracht. Es lief das EM-Spiel Deutschland gegen Frankreich. Deutschland hat verloren. Wir haben gemeinsam mitgefiebert und getrauert. Bei so einer schönen Atmosphäre – trotz des schlechten Ergebnisses – habe ich gar nicht auf die ersten Wehen geachtet. Glückselig sind wir danach erst einmal nach Hause gefahren.

Zukünftiger Arbeitgeber: Es gehört zu meinen Stärken, dass ich mich ganz auf eine Sache konzentrieren kann. Die ersten Wehen kamen, als Deutschland gegen Frankreich bei der Fußball-EM verloren hat. Geplant war, das Fußballspiel bei meinen Eltern anzuschauen. Ich verfolge meine Pläne gewissenhaft – und so habe ich mich währenddessen nicht von den ersten Wehen beeindrucken lassen.

Tabujunkies: Wie fühlen sich Wehen an? Tausend Berichte drüber gelesen, aber vorstellen konnte ich es mir vor der Geburt nicht. Als sie einsetzten, schaute ich gerade Fußball. Immer mal hatte ich so ein Ziehen im unteren Rücken. Also hab ich mein Gewicht von einer auf die andere Arschbacke verlagert und gedacht, dass es halt mal wieder irgendein Schwangerschaftswehwehchen ist.

Klar kann man sich fragen, ob ich überhaupt Eins mit meinem Körper bin, weil mir die Wehen nicht als solche aufgefallen waren. Aber hey, es lief die Europameisterschaft! Fußball! Wenn man schon aussieht, als hätte man einen Ball verschluckt, darf man seine Aufmerksamkeit jawohl mal eine Weile zu lang auf diese korrupte Sportart lenken.

Wie habe ich gemerkt, dass es losgeht?

Eltern: Nach dem Fußballspiel konnte ich einfach nicht richtig schlafen. Irgendwas war anders als normal. Mama, kannst du mir helfen? Mama weiß doch immer alles! Mutti würde sich zwar niemals einfach so mitten in der Nacht eine Badewanne einlassen, weil das Wasser viel zu teuer ist. Aber da ich nicht immer mache, was Mama sagt, habe ich das einfach mal getan.

Zukünftiger Arbeitgeber: Nach dem Fußballspiel lag ich im Bett und konnte nicht schlafen. Normalerweise habe ich einen gesunden Schlaf, so dass ich stets leistungsfähig bin. Einfach so faul herumliegen ist gar nichts für mich, also nutzte ich die Zeit, um die Abstände zwischen dem wiederkehrenden seltsamen Gefühl zu messen. Zuverlässig alle paar Minuten kam es wieder. Waren es also Wehen?

Ich beschloss, mich in die Badewanne zu legen. Wenn mein Zustand so bleiben würde, würden es wohl echte Wehen sein. Das hatte ich im Geburtsvorbereitungskurs gelernt. Ich besuche solche Veranstaltungen ganz selbstverständlich, weil es mir sehr wichtig ist, immer gut vorbereitet zu sein. Bevor ich in die Badewanne gegangen bin, habe ich meinen Mann geweckt.

Teamarbeit liegt mir, da sie sehr bereichernd ist. Ich lag dann also in der Badewanne und mein Mann hat die Zeit zwischen den Wehen – es waren welche – gestoppt. Anschließend sind wir ins Krankenhaus gefahren. Gutes Zeitmanagement ist mir immer ein wichtiges Anliegen. Mit unserer Vorgehensweise waren wir weder zu früh noch zu spät im Krankenhaus.

Tabujunkies: Da einem kein Mensch so richtig beschreiben kann, wie sich Wehen anfühlen, liegt man irgendwann im Bett und fragt sich, was dieses seltsame Gefühl sein soll und warum man seinen wohlverdienten Schlaf nicht bekommt. Als mir noch nicht klar war, was das alles ist, wurde mir auf einmal ganz komisch. Also bin ich aufgestanden, ins Bad gewatschelt und hab erst mal eine Runde ins Waschbecken gekotzt. Seltsam.

Gegen halb 3 nachts habe ich beschlossen, dass ich in die Badewanne muss. Angeblich werden darin die Wehen weniger, wenn es keine echten sind – und bleiben, wenn es wirklich bald losgeht. Mein Mann neben mir hatte vor sich hin geschnarcht. Typisch!

Aber mal ehrlich! Wir Frauen müssen schon genug ertragen. Das ist unser gemeinsames Kind, also musste er da mit mir durch, ob er wollte oder nicht. Also habe ich ihn unsanft geweckt und neben die Badewanne zitiert. Er sollte die Zeit zwischen den Wehen stoppen. Hat er auch gemacht. Sehr brav!

Es geht richtig los!

Eltern: Gegen 7 Uhr morgens setzten die Wehen ziemlich stark ein. Ein optimaler Zeitpunkt. Ich konnte darauf hoffen, dass das Baby gegen Mittag oder Nachmittag da sein würde. So würde ich meiner Familie Bescheid sagen können, ohne sie mitten in der Nacht wecken zu müssen.

Die Wehen waren dann bis zur Geburt um 12.26 Uhr ziemlich unangenehm. Aber ich habe mein Durchhaltevermögen aus dem Wissen heraus gewonnen, dass meine Mutter diese Strapazen dreimal ertragen hat. Mama – mein großes Vorbild.

Zukünftiger Arbeitgeber: Im Krankenhaus angekommen, ließ ich mir zunächst ein Schmerzmittel verabreichen, um noch einmal etwa drei Stunden schlafen zu können. Mir ist es immer wichtig, bei großen Aufgaben ausgeschlafen zu sein, also nahm ich diese Möglichkeit gerne in Anspruch. Als dann gegen 7 Uhr morgens – eine schöne Zeit, um mit der Arbeit zu beginnen – die Wehen sehr stark wurden, zogen wir in den großen Gebärsaal um.

Dort entwickelte ich Eigeninitiative, schlug verschiedene Positionen vor, in denen ich mich bewegen wollte, hörte aber auch auf die Vorschläge der Hebamme. Wie gesagt ist mir Teamarbeit ein großes Anliegen. Das konnte ich in dieser Situation optimal ausleben.

Tabujunkies: So richtig übel ging es um 7 Uhr morgens los. Ein Ziehen im unteren Rücken als hätte ich die fiesesten Regelschmerzen aller Zeiten. Die Hebamme und mein Mann nahmen unsere Sachen, ich wurde schon mal in den großen Gebärsaal geschickt. Da stand ich dann ganz alleine, wusste noch nicht, wo die Toilette war – und hatte mal wieder das riesige Bedürfnis, mich zu übergeben.

Ich kann euch sagen: Die Hände reichen als improvisierte Schüssel nicht aus. Der ganze Boden war voll. Das war mir echt unangenehm. Aber mal ehrlich: Man hat keine Zeit, sich über sowas weitere Gedanken zu machen. Ich zog dann meine Runden durch den Gebärsaal – wimmernd und schwer atmend. Die Hebamme wollte ständig, dass ich mich auf das Bett lege.

Ich aber: „Ich will nicht aufs Bett! Ich will auf den Boden!“ Und sie: „Der ist doch viel zu hart!“ Ich: „Gibt es keine Matte oder so?“ Also musste sie los eine suchen. Wieso wollte sie mich eigentlich aufs Bett zwingen? Ich sag euch: Mein Gehirn hat alles ausgeblendet, ich war irgendwie anwesend und doch ganz weit weg. Beschäftigt damit, mich davon zu überzeugen, dass der Schmerz mich nicht umbringen wird – und meinem Mann immer wieder zu sagen, dass er seine Hände von meinem Rücken nehmen soll. Weg da!

In so einer Situation will ich nicht gestreichelt werden. Und noch eine Bemerkung zu den Wehenpausen: Die Zeit zwischen den Wehen ist verdammt noch mal viel zu kurz. Zwar habe ich währenddessen wirklich immer gedacht: Ist doch alles nicht so schlimm, ist doch jetzt alles wieder gut, das klappt doch super!

Aber wenige Sekunden später war es vorbei mit der Entspannung und die schrecklichsten und unvorstellbarsten Schmerzen, die es gibt und die man niemandem beschreiben kann, kommen wieder. Und wieder. Und wieder. PDA? Dafür war es angeblich zu spät. Also gab es eine Infusion ohne Wirkung und ein paar homöopathische Kügelchen. Echt jetzt? Wollt ihr mich alle verarschen? Genommen habe ich sie trotzdem. Gewirkt haben sie nicht.

Kommt das Baby jetzt?

Eltern: Mama, ich hab Aua! Ja, jetzt fühlte es sich an, als könnte sich der kleine Racker mal auf den Weg machen, um Opa und Oma kennen zu lernen. Ach wie schön!

Zukünftiger Arbeitgeber: Der gesamte Prozess ging flott voran. Eine zügige Arbeitsweise ist charakteristisch für mich. Rumtrödeln liegt mir nicht. Ich habe die Schmerzen gut weggesteckt, da ich ans Ziel meiner Anstrengungen dachte. Was soll ich sagen? Ich bin eben stressresistent und fokussiert bei der Sache.

Tabujunkies: „Ich kann nicht mehr!“, schrie ich die Assistenzärztin an. Sie streichelte meinen Arm und sagte: „Das machen Sie ganz toll.“ Schönen Dank. Ich hatte ja auch keine Wahl. Kurz davor oder danach – ich kann es aufgrund meines benebelten Zustands nicht mehr genau sagen – war ich kurz allein mit meinem Mann im Gebärsaal.

„Ich glaub, ich muss kacken!“, rief ich. Und er: „Oh Nein. Soll ich eine Hebamme fragen, ob du aufs Klo darfst?“ Ich schüttelte den Kopf. War das eine Presswehe? Vielleicht. Es kam aber nichts raus. Sorry, Tabujunkies, keine Wurst bei meiner Geburt! Das Baby blieb aber auch drin. Irgendetwas stimmte nicht.

Der Kaiserschnitt

Eltern: Und auf einmal war doch ein Kaiserschnitt nötig. Die Herztöne des Babys gingen immer weiter runter und es kam keinen Millimeter raus. Lieber kein Risiko eingehen. Oma und Opa sollten ein munteres Enkelkind bekommen. Also die strapaziöse Geburt abbrechen und das Kind per Kaiserschnitt holen. Alles wird gut! Und es wurde gut. Beim Kaiserschnitt stellte sich heraus, dass die Kleine sich von Kopf bis Fuß komplett in Nabelschnur eingewickelt hatte. Keine Chance für eine Geburt ohne Kaiserschnitt.

Zukünftiger Arbeitgeber: Mir ist es ein großes Anliegen, die Dinge aus eigener Kraft zu Ende zu bringen, aber ich weiß auch, wann es Zeit ist, mir Hilfe zu holen. Die Geburt geriet zu sehr ins Stocken, Arbeitsaufwand und Ertrag standen in keinem lohnenden Verhältnis mehr zueinander. Also besprachen die Ärzte und ich, dass es sinnvoll wäre, eine andere Methode anzuwenden. Ich stimmte wohlüberlegt dem Kaiserschnitt zu.

Tabujunkies: Ich wollte vor der Geburt auf keinen Fall einen Kaiserschnitt. Doch die Herztöne des Babys wurden bedenklich und meine Schmerzen mehr als höllisch. Der Chefarzt ordnete den Kaiserschnitt an. Ich fühlte mich nicht in der Lage zu protestieren – und ich wollte es auch gar nicht. „Dann bekomme ich wenigstens eine ordentliche Betäubung und die grausamen Schmerzen sind vorbei“, dachte ich bloß.

Eine Assistenzärztin zählte mir schnell noch die Risiken auf. Zum Beispiel: „Es kann sein, dass wir Ihnen Ihre Gebärmutter entfernen müssen. Das kommt aber sehr selten vor.“ Ich unterschrieb, beziehungsweise kritzelte irgendwas aufs Papier. Raus, raus, raus schrie ich innerlich mein Baby an. Der Weg zum Operationssaal fühlte sich endlos an. Die wehenhemmenden Mittel wirkten kaum. Ich wollte nur noch, dass es vorbei ist. Und endlich bekam ich die Betäubungsspritze.

Ohne Gefühl hüftabwärts fühlte ich mich endlich wieder wie ein Mensch. Ich spürte dumpf, wie man mich aufschnitt und an mir zerrte. Als würde ich auf dem Metzgertisch liegen und der Metzger würde mich zerlegen. Und auf einmal lag der kleine Alien total ruhig, schrumpelig, aber unfassbar niedlich aussehend auf meiner Brust. So schön! Ja, es ist schön! Hier kann ich nicht mit Tabus dienen. Kein zu frühes Regretting Motherhood, keine flauen Gefühle, kein: Mein Baby sieht voll komisch aus. Es war ein perfekter Moment.

Allerdings: Ich trauere der Möglichkeit einer „ganz normalen“ Geburt auch jetzt, zehn Monate danach, noch nach. Ja, ich fühle mich um mein Geburtserlebnis betrogen. Nicht von den Ärzten. Ich kann guten Gewissens sagen, dass sie richtig gehandelt haben. Der Kaiserschnitt war nötig, weil mein Baby sich die Nabelschnur quer um den ganzen Körper gewickelt hatte. Von wem fühle ich mich dann betrogen? Vom Schicksal? Der Natur? Vielleicht sogar von meinem Baby, das sich ja – warum auch immer – so stark in die Nabelschnur eingewickelt hatte?

Ich kann diese Frage nicht beantworten und es spielt auch keine Rolle. Es ist wie es ist und ich finde es gelinde gesagt schade. Ich kann bis heute nicht sagen, dass ich mein Kind auf die Welt gebracht habe. Denn das hat der Arzt für mich getan. Aber Nein, einen psychischen Schaden habe ich deswegen nicht erlitten.

Wie geht’s der jungen Mutter in den Tagen danach?

Eltern: Dank der Freude und Unterstützung, die ich durch die Familie erfahren habe, fühlte ich mich von Anfang an gestärkt in meiner neuen Aufgabe. Wie schön, dass ich immer auf Oma und Opa zählen konnte, wenn ich zwischendurch mal ein Schläfchen brauchte!

Zukünftiger Arbeitgeber: Nach der Geburt war es mir wichtig, mich schnell bei meinem Arbeitgeber und meinen Kollegen zu melden, um die schöne Neuigkeiten mitzuteilen. Ein gutes Arbeitsklima, in dem auch freudige private Ereignisse geteilt werden, gehört für mich ebenso zum Job wie eine gute Arbeitsmoral. Ganz besonders hatte mich gefreut, dass Nora nur einen Tag nach dem errechneten Termin zur Welt gekommen ist.

Ich hatte mich zehn Tage vor dem Termin krankschreiben lassen, da die Beschwerden sehr groß wurden. In der Schweiz, wo ich arbeite, gibt es im Gegensatz zu Deutschland keinen Mutterschutz vor der Geburt. Natürlich habe ich meine Aufgaben vorher sauber abgeschlossen und an Kollegen übergeben. Ab dem Tag nach dem errechneten Termin hätte ich eine neue Krankschreibung gebraucht. Das wollte ich nur sehr ungern und war sehr froh über die freundliche Kooperation meiner Tochter.

Tabujunkies: Wenn ihr es irgendwie vermeiden könnt: Habt keinen Kaiserschnitt. Mütter, die ihr Kind durch den Geburtskanal gepresst haben, sind kurz nach der Geburt wieder fröhlich umhergesprungen. Ich hingegen brauchte ungefähr zwei Tage lang die Hilfe von Krankenschwestern, um aufs Klo zu gehen. Gehen war nur im Schneckentempo möglich und ein Leben ohne Schmerzmittel war in der ersten Woche unvorstellbar.

Und ja, man sieht nach der Geburt noch schwanger aus, weil die Gebärmutter ein bisschen Zeit braucht, sich zurückzubilden. Aber auch wenn das der ein oder anderen nicht schmeckt, weil die Torte zu gut schmeckt: Es ist möglich, die alte Figur innerhalb von ein paar Monaten zurückzubekommen. Dafür ist halt harte Arbeit und Disziplin beim Essen und bei der Bewegung nötig.

Ein Tabu gibt es aber noch, von dem mir niemand vor der Entbindung erzählt hat: Wundert euch nicht, wenn es sich während der gesamten Stillzeit – also mehrere Monate lang – so anfühlt, als hätte man euch untenrum Schmirgelpapier verlegt. Wenn man das nicht weiß, ist das richtig ätzend! Aber jetzt wisst ihr es ja und könnt schon mal einen Eimer Kokosöl kaufen. Das hilft nämlich am besten.

Noch mehr Kinder?

Eltern: Selbstverständlich bekommen wir noch mehr Kinder. Die Freude in Oma und Opas Augen ist jeden Schlafentzug wert.

Zukünftiger Arbeitgeber: Die Kinderplanung will wohl überlegt und mit sämtlichen Bereichen des Lebens abgestimmt sein. Für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes ist es wichtig, dass Nachwuchs geboren wird. Deshalb ist es im Bereich des Möglichen, dass ich noch einmal ein Kind bekommen werde. Jedoch ist mir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie enorm wichtig.

Derzeit teilen mein Mann und ich uns die Elternzeit, so dass ich wieder arbeite, seit unser Baby sechs Monate alt ist. Bisher habe ich lediglich an drei Tagen gefehlt, weil mein Baby am Kopf operiert werden musste. Abgesehen davon achte ich darauf, dass meine berufliche Produktivität in höchstem Maße erhalten bleibt. Und im Krankenhaus habe ich es mir nicht nehmen lassen, ein klein wenig zu arbeiten. Es macht eben so viel Spaß.

Tabujunkies: Ja, Kinder nerven manchmal. Ja, ich habe seit zehn Monaten keine einzige Nacht mehr durchgeschlafen. Ja, ich wünsche mir ein komplettes freies Wochenende ganz nach meinen Wünschen – das ich bisher im Gegensatz zum Vater nicht hatte, weil ich jede Nacht stille. Warum ich stille? Nicht weil ich die Supermama bin, sondern weil mein Baby weder die Flasche mit Muttermilch noch Milchpulver nimmt.

Was ich gelernt habe, seit ich ein Baby habe: Auch Babys haben einen Willen und man kann gar nichts so umsetzen, wie man sich das als kinderloser Mensch immer vorgestellt hatte. Das ist für mich eines der echten Tabus: Babys haben eine Meinung! Trotz allem: Nur ein einziges Kind ist auch keine Lösung.

Kinderkriegen ist wie Achterbahnfahren: Man schreit, es wird einem schlecht, man brüllt immer wieder: Aufhören! Aber sobald man aussteigt, ruft man: Nochmal! Und eins kann ich euch Tabujunkies versprechen: Ihr wollt weniger Tabus? Mit Kind gibt’s gar keine mehr. Wir sprechen uns nochmal, wenn ihr das erste Mal kacken ward, während euer Baby auf der Badmatte liegend zugeschaut hat. Und dann? Werdet ihr einsehen, dass Tabus eine super Sache sind.

Geburtsbericht für alle: Eltern, Arbeitgeber, Tabujunkies
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