Familie

Zoff, Streit, Ehekrise? Drei Tipps für mehr Harmonie in der Beziehung

Humor tut gut, wenn eine Ehekrise droht.

Leute, es wird Zeit für ein paar Absätze Ehrlichkeit. Ich weiß, es ist kaum zu glauben: Aber selbst ein Ehepaar, das fast jeden Morgen mit einem geilen Smoothiebowl in den Tag startet und gemeinsam glücklich im Baby-Stockholm-Syndrom feststeckt, hat mal Stress. Ja, es stimmt, hier bei uns fliegen auch mal die Fetzen. Ich will nicht von einer ausgewachsenen Ehekrise sprechen, aber ein bisschen Streit in der Ehe gehört halt dazu.

Wie ist es bei euch? Zoff, Stress, Streit? Eine echte Ehekrise? Was auch immer euch wurmt, ich habe drei Strategien, mit denen ihr wieder mehr Harmonie in die Beziehungskiste packen könnt. Sie sind alle mehrfach von meinem Mann und mir erprobt – und hey, wir sind noch zusammen. Sehr gerne sogar. Und selbst wenn wir mal streiten, mit unseren kleinen Kniffs und Tricks kommt es am Ende nicht zu einer Ehekrise.

Tipp Nummer 1: Die Clownsnase

Dank der Clownsnase wird der Streit bei uns nicht zur Ehekrise.

Ehekrise? Die Clownsnase macht den Streit so absurd, dass der Zoff in Gelächter endet.

Okay, stellt euch vor, ihr habt ausgemacht, dass euer werter Gatte bis zum Abend die Spülmaschine ausgeräumt haben soll und die Pflanzen gegossen sein sollen. Und was ist? Das dreckige Geschirr stapelt sich auf dem Küchentisch, weil die Spülmaschine mit den sauberen Tellern und Tassen besetzt ist. Und die Pflanzen winken müde zu euch herüber, ihre letzten Kraftreserven nutzend, um auf ihren akuten Wassermangel aufmerksam zu machen. Ihr werdet sauer. Richtig sauer. Was hatte Helga Maria Schneider aus Helge Schneiders großartigem Roman „Eiersalat, eine Frau geht seinen Weg“ ihrem Mann doch gleich lautstark an den Kopf geworfen? Ah, genau: „Eine Woche nicht gespült, eine Woche nicht gesaugt, eine Woche nicht Flur geputzt, SCHÖNEN DANK DU ARSCH!“

Ich beginne mich auf ähnlich destruktive Weise in Rage zu reden, da nimmt mein Mann auf einmal die Clownsnase von der schmierigen Küchenablage, setzt sie sich auf und schaut mich mit dieser absurden Mischung aus traurig-fröhlichem Clownsgesicht an. Ich kann nicht anders als spontan zu lachen, gewinne dadurch eine gewisse Distanz zum Geschehen – und wir können schließlich ohne negative Emotionen darüber reden, was gerade passiert ist, was im Haushalt warum noch nicht passiert ist und wie wir das in Zukunft regeln können.

Es ist auch schon vorgekommen, dass ich richtig sauer war, währenddessen aber schon wusste, dass die Diskussion ein ätzendes Ende nehmen würde, auf das ich eigentlich keine Lust hatte. Dennoch spürte ich in mir den Drang, die Portion Wut rauszulassen. Also nahm ich einfach selber die Clownsnase, setzte sie mir auf und begann wild fuchtelnd rumzuzetern. Das macht die Situation dann auch wieder so absurd, dass beide am Ende die nötige Distanz zum Geschehen haben, um die Dinge sachlich zu besprechen. Also: Besorgt euch unbedingt eine Clownsnase 🙂

Tipp Nummer 2: singen

Ehekrise? Zoff? Negative Töne? Probiers mal mit Melodie :-)

Laaaaaalala, eine Ehekrise lässt sich entschärfen, wenn man zu hübschen Tönen greift.

Wünschen wir uns alle nicht manchmal, dass das Leben mehr wie ein Disney-Film wäre, in dem die Figuren auf einmal anfangen zu singen als seien sie Teil eines Musicals? Bei uns Zuhause passiert das manchmal. Mein Mann hat vor einiger Zeit eine ungewöhnliche Strategie entwickelt, um auf meine gelegentlichen Meckereien zu reagieren. Wenn ich ihn zum Beispiel übel gelaunt mit den Worten angefahren habe: „Gestern wurde der Papiermüll abgeholt, du hast es schon wieder vergessen und unsere Tonne quillt jetzt schon über, grrr, grummel, groaaaarrr…“ – Da hat er einfach meine kleine Predigt im exakten Wortlaut wiederholt, hat den Wutausbruch aber mit einer hübschen Melodie versehen und ihn mir vorgesungen.

Ich konnte nicht anders als – genau: zu lachen – und wieder hatten wir beide die nötige Distanz, um uns auf gesittetere Weise über solcherlei Alltagsprobleme zu unterhalten. Die Singerei habe ich allerdings schon länger nicht mehr gehört. Ich finde, wir sollten das wieder einführen. Mir hat das gut gefallen. Da fühle ich mich fast wie eine Songwriterin. Wow!

Tipp Nummer 3: Die Erzählrunde

War schon 2016 und 2017 im Einsatz und wird es auch 2018 wieder sein: Mein Happy New Year Glas - einer meiner guten Vorsätze fürs neue Jahr.

Einer meiner guten Vorsätze fürs neue Jahr: Jede Woche aufschreiben, was alles tolles passiert ist. Und dann ab damit ins Happy New Year Glas!

Manchmal hat man das Gefühl, dass die ganze Woche mies war, oder? Die Arbeit war stressig, das Kind ist nachts ständig aufgewacht, die Partnerschaft bestand nur aus dem Verteilen und Abhaken von Aufgaben – und gegenseitigem Kritisieren. Da ist es gut, dass es den Sonntag gibt. Da ist bei uns nämlich die wöchentliche Erzählende dran. Jeder von uns erzählt dem anderen eine gute und eine schlechte Sache, die in der Woche passiert ist. Beides ist ein Muss. Es gibt nämlich immer irgendwas Doofes und es ist besser, wenn das in ruhiger Atmosphäre ganz kurz thematisiert wird.

Doof muss nicht immer eine spezielle Begebenheit mit dem Partner gewesen sein. Blöd kann auch mal eine Situation bei der Arbeit sein, die vielleicht auch nach Feierabend für Stress gesorgt hat, weswegen man gegebenenfalls unfair dem Liebsten gegenüber war. Ist doch gut, wenn man das mal kurz am Ende der Woche ausspricht, denn manchmal ist einem das in der speziellen Situation nicht gelungen. Und so wissen alle Bescheid und können wieder emotional auf einer guten Basis in die neue Woche starten.

Eine gute Sache sollte man aber auch erwähnen. Die gibt es nämlich auch immer. Egal, wie mies die Woche war. Die schöne Begebenheit schreiben wir dann auf einen Zettel, den wir mit dem Datum des jeweiligen Sonntags versehen und sammeln ihn im Happy New Year Glas. Das öffnen wir jedes Jahr zu Silvester und staunen über unser geiles Jahr!

Keine Ehekrise mehr?

Klar, wer zu viel Zoff hat, sollte sich lieber professionelle Hilfe holen. Aber für die kleinen Streitigkeiten des Alltags haben sich bei uns diese Strategien bewährt, um es gar nicht erst zu einer echten Ehekrise kommen zu lassen. Probiert es mal aus. Und ich garantiere euch: Wenn ihr euren Partner das erste Mal mit einer Clownsnase mitten im Streit oder mit einer melodiösen Interpretation seines Wutausbruchs überrascht – dann habt ihr ein auf ewig unvergessliches Erlebnis!

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Zoff, Streit, Ehekrise? Drei Tipps für mehr Harmonie in der Beziehung
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