Ernährung

Gewürzregal selber bauen – Meine ehrliche Anleitung

Gewürzregal selber bauen? Ich habe eine Anleitung!

Ein umweltbewusster Mensch wie ich lebt in einer kleinen Wohnung. Zu viel Platz ist ja bloß Energieverschwendung. Echte Minimalisten haben es kuschelig und nutzen den Raum optimal aus. Deshalb laufe ich täglich wie ein listiger Fuchs durch meine Wohnung, immer auf der Suche nach einer neuen Möglichkeit, meine Einrichtung zu optimieren.

Vor einiger Zeit habe ich euch ja von meinem Superfood Regal erzählt, in dem ich lebenswichtige Vorräte wie Chiasamen, Mandelsplitter oder Vollkornmehl in luftdichten Gefäßen sicher vor Motten verstaue. Es ist so einfach wie genial: Wenn man Vorräte in dichten Gefäßen verschließt, müssen Motten draußen bleiben!

Ich bin dabei ebenfalls dazu übergegangen, sämtliche Gewürze in Dosen und Gläser einzuschließen, denn manche Motten hatten auch ein exquisites Verlangen nach guten Gewürzen.

Mein eigenes Gewürzregal selber bauen

Bald schon war aber das unterste Brett meines Superfood Regals nicht mehr ausreichend für diese i-Tüpfelchen des guten Geschmacks. Auf meinem Streifzug durch die Küche habe ich glücklicherweise ein geeignetes Plätzchen für noch mehr Gewürze ausmachen können: Ich beschloss kürzlich, sie unter ein Küchenregal zu hängen. 

Ja, richtig gehört! Ich wollte nichts weniger als der Physik ein Schnippchen schlagen und nicht mehr nur Vorräte aufs Regal stellen – sondern auch darunter. Auch das ist einfach und genial!

Mit euch teile ich die Anleitung für dieses Wunderwerk der menschlichen Vorstellungskraft – und lasse euch gleichzeitig teilhaben an meiner persönlichen Inkompetenz, die dazu geführt hat, dass die Umsetzung beim Gewürzregal selber bauen in meinem Fall doch nicht der Gipfel der Cleverness ist. Lest, lernt, profitiert von meinem Unvermögen und macht es besser! 

So geht’s: Gewürzregal selber bauen

Schritt 1: Gläser her

Sucht euch ein paar alte Marmeladegläser mit Schraubverschluss raus und macht sie ordentlich sauber. Sucht außerdem Schrauben raus, mit denen ihr die Deckel von unten an einem Regalbrett befestigen werdet.

Schritt 2: Bücher her

Nehmt zwei dicke Bücher legt sie so nebeneinander, dass etwa ein Spalt mit einer Breite von einem Zentimeter dazwischen ist und legt den Deckel des Marmeladeglases darauf. Bohrt nun zwei Löcher in die Deckel – und zwar jeweils so, dass das Bohrloch im Spalt zwischen den Büchern entsteht. Die Bohrlöcher sollten so groß sein, dass die Schrauben gut durchpassen. Da der Deckel erhöht auf den beiden Büchern liegt, sollte beim Bohren nichts schief gehen.

Es ist echt sehr wichtig, dass ihr pro Deckel zwei Löcher bohrt. Ich war leider doof genug, nur eins zu bohren. Dann aber dreht sich der Deckel beim Öffnen des Glases immer ein bisschen mit. Wenn dann links und rechts auch noch Gläser hängen, habt ihr schlechte Chancen, das Glas gut greifen und abschrauben zu können. Beispiel: Um an meine Tonkabohnen zu kommen, muss ich vorher erst immer die Lorbeerblätter abschrauben, damit ich das Tonkabohnenglas festhalten und vom Deckel abdrehen kann. So nervig!

Schritt 3: Bleistift her

Haltet den Deckel an die Unterseite des Bretts und markiert die Löcher mit einem Bleistift.

Schritt 4: Bohrer her

Bohrt nun an den markierten Stellen Löcher vor, damit ihr die Schrauben problemlos ins Brett schrauben könnt. Wichtig: Vorher die Oberseite des Bretts leer räumen! Ihr wollt nämlich echt keine Löcher in irgendwelche Dosen oder so bohren, die auf dem Brett liegen.

Schritt 5: Schraubwerkzeug her

Schraubt die Deckel ins Brett, entweder mit einem Akkuschrauber oder einem Schraubenzieher.

Schritt 5: Vorräte her

Gläser füllen, an die Deckel drehen – fertig!

So hätte ich mein Gewürzregal selber bauen wollen

Wenn ich doch nur so eine grandiose Anleitung gehabt hätte! Dann würden jetzt nicht immer meine Deckel durchdrehen, nur weil ich an Schrauben sparen wollte und jedem Gewürzglas bloß eine jämmerliche Schraube gegönnt habe.

Ja ja, ich könnte das ganz einfach lösen, indem ich die Deckel wieder abschraube und jeweils noch ein Bohrloch hinzufüge. Aber echt mal! Das Ganze hier heißt: Eva meint’s gut und nicht: Eva meint’s perfekt! In diesem Sinne wünsche ich euch einen okayen Tag! Bis zum nächsten Mal.

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